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Aufbruch zu Pessach

von Brigitte B. Nussbächer

Seit Jahrtausenden feiern die Juden zu Pessach ihre Befreiung.
Dabei wird nicht nur der Ereignisse der Vergangenheit gedacht,
sondern jeder soll sich in das Geschehen so hineinversetzen,

als wäre er selbst ein Sklave gewesen und aus Ägypten ausgezogen.
Als ich im April 2020 genau das tat,

entstand daraus der Beginn einer ganz besonderen Erfahrung.

Davidstern grün
Sonnenaufgang Wüste Negev

Lange hatten sich die Ägypter geweigert, die Hebräer zurück in ihre Heimat ziehen zu lassen. Neun Plagen hatte das Land schon erlitten. Erst die zehnte Plage: die Tötung der Erstgeborenen aller Menschen und Tiere, brachte Pharao zum Umdenken. In jeder Familie starben Menschen. Nur an den Häuser der Hebräer, deren Türpfosten mit dem Blut eines frisch geschlachteten Lammes bestrichen waren, ging der Todesengel vorüber. Noch in derselben Nacht sagte Pharao zu Mosche und Aharon: „Verlasst mein Land, ihr beide und euer ganzes Volk“.

Die Nacht der Nächte

Zeitlose Erkenntnisse

Die Hebräer waren auf einen hastigen Aufbruch vorbereitet. Sie versammelten sich in Gruppen, um das gebratene Pesachlamm und die ungesäuerten Brote im Stehen zu essen - wie Gott es befohlen hatte. Als die Sonne über den Horizont stieg, zog das ganze Volk Israel an einem kühlen, stillen Morgen nach Osten.

Viele Ägypter und andere Nicht-Israeliten schlossen sich den triumphierenden Kindern Israels an, denn sie hofften, mit ihnen eine große Zukunft zu teilen.

1.    Der Auslöser der Befreiung


Als die Israeliten in der Sklaverei über ihre Unterdrückung seufzten, rührte ihr Wehklagen Gottes Herz, er gedachte seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jacob und leitete ihre Befreiung ein (2 Mose 2,23-25). Es war in diesem Fall keine Buße und kein besonders gottgefälliges Verhalten, die ihn bewegten – es war die Not und der Schrei seiner Kinder. Ein Prinzip, das auch heute noch für alle Kinder Gottes und insbesondere für sein auserwähltes Volk gelten. „Rufe mich an am Tage der Not, so will ich dich retten und du sollst mich preisen!“ (Psalm 50,15)

 

2.    Der Preis für die, die Gottes Augapfel antasten


Das ganze Volk der Ägypter zahlte einen enormen Preis dafür, dass sie sich an Gottes Volk vergriffen hatten: ein Todesfall in jeder Familie und dazu kam noch die Vernichtung der ägyptischen Armee. Genaue Zahlen übermittelt die Bibel nicht. Aber wenn man das hochrechnet, dürfte es eine der höchsten Verlustquoten aller Zeiten gewesen sein. Und es betraf jeden in Ägypten – unabhängig davon, ob er sich tatsächlich selber schuldig gemacht hatte. Ungerecht? Das Volk und Pharao wurden neun Mal durch neun Plagen gewarnt. Wurden die beobachtenden Zivilisten aktiv – oder sahen sie lieber weg und schwiegen? Ihre Passivität wurde ihnen auf jeden Fall von Gott nicht als mildernder Umstand angerechnet, wegen dem sie verschont worden wären.


Die Geschichte späterer Jahre zeigt uns, dass auch dies Prinzip zeitlos ist. (Aktuelle Beispiele dazu im Anhang). Staaten, Völker, Organisationen, Herrscher die sich an Israel vergreifen, laden bis heute Fluch auf sich und alle ihre Bürger (4. Mose 24,9).

3.    Der verborgene Segen


Während der Sklaverei mussten die Hebräer ohne Entlohnung ein unglaubliches Arbeitspensum erbringen. Vordergründig bereicherten sich die Ägypter dadurch.
Aber als die Israelis auszogen, gaben ihnen die Ägypter auf ihre Bitten hin Schätze mit, so dass sie reich waren, als sie das Land als freie Menschen verließen (2. Mose 12,35-36).


So sorgte Gott für einen Ausgleich und ließ aus dem ursprünglichen Leid einen Segen entstehen. Auch in der Gegenwart dürfen wir darauf hoffen, dass Gott gerade absolut hoffnungslose Situationen wendet und Unerwartetes entstehen lässt, wie zum Beispiel die Gründung des Staates Israel nach dem Holocaust.

4.    Unser Anteil


Immer wieder zeigt sich die menschliche Geschichte als Zusammenspiel zwischen Menschen und Gott, in der Gott die Wunder bewirkt - aber gleichzeitig von Menschen erwartet, einen Beitrag zu leisten. Sei es der Hilferuf der Gottes Herz bewegte, der Gehorsam ein Lamm zu schlachten und die Türpfosten zu bestreichen, der Mut, Ägypten zu verlassen und sich auf eine ungewisse Reise zu begeben oder das absolute Vertrauen zu Gott, durch das Meer zu gehen – bei jedem Schritt hatte auch Israel eine konkrete Aufgabe zu erfüllen.


Gott geht mit Menschen nicht wie mit Marionetten um, sondern respektiert nach wie vor unseren Willen und unsere Entscheidungen. Dadurch können wir sowohl zu Segensbeschleunigern als auch zu Segenshindernissen werden.

Sonnenaufgang Wüste Negev

Das Fest der Freiheit

Seit dem Auszug aus Ägypten sind Jahrtausende vergangen – und seither wird Pessach, eines der wichtigsten Feste des Judentums, jährlich in der Woche vom 15. bis 21.Nisan  gefeiert und mit dem Sederabend am 14. Nisan eingeleitet.

Pessach Mahl

Die Pessach Feier ist ein großes Festmahl im Familienkreis. Der Abend beginnt mit einem Segen und bestimmte Speisen - mit symbolischer Bedeutung - werden nach einem genau festgelegten Verlauf gemeinsam eingenommen. Das jüngste Kind stellt vier Fragen aus deren Antworten die Bedeutung des Festes hervorgeht.

Im Laufe des Abends werden auch insgesamt vier Becher Wein getrunken. Diese symbolisieren Gottes Verheißungen: die Kinder Israels herauszuführen, zu erretten, zu erlösen und als eigenes Volk anzunehmen. Der Sederleiter verliest die entsprechenden Bibelstellen und Erklärungen aus der Pessachliturgie.

Die Nacherzählung (Haggada) der Befreiung der Israeliten aus der Sklaverei in Ägypten verbindet jede neue Generation mit dieser zentralen Erlösungserfahrung. Jeder soll sich in das Geschehen so hinein versetzen, als wäre er selbst ein Sklave gewesen, aus Ägypten ausgezogen und würde seinen Kindern davon erzählen.


Auch in späteren Zeiten der Not haben Juden aus der Identifikation mit dieser Geschichte Mut geschöpft und die Hoffnung auf Erlösung bewahrt.

April 2020

Im Jahr 2020 fand Pessach zwischen dem Abend des 8. April bis zum 16. April statt – im Ausnahmezustand.

Eine völlig neue Situation. Noch bedrohlicher als die damals noch unbekannte Krankheit fand ich allerdings die Entziehung so vieler persönlichen Rechte und die damit einhergehende Entmündigung. Von einem Tag auf den anderen waren die Freiheit, zu handeln und Entscheidungen für sich selbst zu treffen, verloren.

Leere Fußgängerzone Corona

Am 12. März 2020 hatte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Corona zur globalen Pandemie erklärt. Es gab weltweite Reisewarnungen, Grenzen wurden geschlossen, Flüge gestrichen. Der Einzelhandel, Gastrobetriebe, Schulen, Kitas und Weiterbildungseinrichtungen mussten schließen, der Hochschulbetrieb wurde eingestellt, nur Geschäfte des öffentlichen Lebens blieben offen. Millionen können nicht mehr arbeiten oder arbeiteten im Homeoffice. Es gab strenge Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen, Versammlungen von mehr als drei Personen waren in Deutschland verboten. 

Ende Februar, hatten wir Israel besucht, kurz bevor das Land seine Grenzen am 6. März 2020 schloss.  Wir wollten die letzten Vorbereitungen für eine Gruppenreise treffen, die wir für das Folgejahr organisiert hatten. Wie jedes Mal, wenn wir in Israel waren, beeindruckten uns die konkreten Fakten, die die Erfüllung von Prophetien waren (Mehr dazu im Artikel: Wie wir das Wunder Israel erlebt haben).

Wir besuchten unsere Freunde Ari Abramowitz und Jeremy Gimpel auf der Arugot Farm, wo man so viel vom Pioniergeist Israels spürt und das Gush Etzion Museum, das einem die erschütternde Geschichte von mehrfacher Zerstörung und Vertreibung näher bringt – aber auch den ungebrochenen Mut und Willen zum Wiederaufbau der Israelis.

Wir gingen zur Klagemauer und auf den Tempelberg, wohl wissend, dass dies nach wie vor der Ort war, von dem Gott gesagt hatte, dass seine Augen und sein Herz immer da bleiben würden (1 Könige 9,3).

Wir lernten den Shorashim Shop in Jerusalem kennen, der so viele Schätze birgt und Moshe Kempinski, den Inhaber, einen wunderbaren Menschen, der durch seine Bücher wertvolle Brücken zwischen Christen und Juden baut.

Arugot Farm Israel
Wadi Avdat Israel

Wir fuhren nach Sde Boker, ins Ben Gurion Desert Home und staunten erneut über das Wunder der Staatsgründung 1948.

Wir waren beeindruckt von der markanten Schönheit der Negev Wüste und wanderten stauend durch das einmalige Wadi Avdat.

Kein Wunder, dass die Personen der Bibel oft in die Wüste gingen um Gott zu suchen. In dieser majestätischen Einsamkeit konzentriert sich alles auf das Wesentliche.

Und nicht zuletzt besuchten wir die uns so lieb gewordenen Menschen und spürten, dass sie über eine besondere Kraftquelle zu verfügen scheinen. Wieder dachten wir „wir wollen mit Euch vereint sein, denn wir merken, dass Gott bei Euch ist“ (Sacharja 8,23). Als wir heimflogen, blieb ein Teil unseres Herzens in Israel.


Dann plötzlich: geschlossene Grenzen, Reiseverbote, gestrichene Flüge. Träume und Pläne lagen in Scherben vor uns, auf einmal gab es unüberbrückbare geographische Entfernungen. Und den großen Wunsch trotzdem weiter mit diesen Menschen und Israel verbunden zu bleiben.

Der ganz besondere Seder Abend

Es war wohl das erste Mal, dass Pessach in Israel nicht als großes Familienfest gefeiert wurde. Auch dort galten rigorose Kontaktverbote. Unsere Freunde Aviel & Anat Schneider von Israel Heute in Jerusalem kamen daher auf den Gedanken, den Seder Pessach Abend online zu feiern und dazu einzuladen www.israelheute.com/erfahren/pessach-sederabend-live-aus-jerusalem/, nach dem Motto: „Kein anderes Fest symbolisiert Freiheit und Erlösung deutlicher als das biblische Passah. Gott befreite sein Volk Israel aus der Sklaverei und führte es ins Gelobte Land. Auch uns alle wird der Allmächtige von dem Coronavirus befreien“. Auch mit unseren Freunden aus Judäa waren wir in dieser Zeit dank Technik intensiv in Verbindung. Wir alle fragten uns, wohin die Geschehnisse uns führen würden, was daraus entstehen würde?


So kam es, dass wir am Sederabend zwar alleine zu Hause waren, uns aber trotzdem mit Israel innig vereint fühlten. Wir lasen die ganze Geschichte vom Auszug aus Ägypten. Und ich fragte mich, wie es wohl den Ägyptern gegangen war? Zwar waren die Plagen alles andere als positiv, aber trotzdem waren sie auch ein eindeutiges Zeichen dafür, dass sich der Gott Israels für sein Volk einsetzte – und für seine Allmacht. Genau so, wie wir im aktuellen Israel überall auf die Beweise seiner Liebe zu seinem Volk gestoßen waren. Was hatten sie gedacht, als sie sahen, dass die Hebräer sich zum Aufbruch rüsteten? Hatten sie sich gewünscht, auch zu diesem Volk zu gehören, mitzugehen und diesen Gott zu erleben? Hatten sie erkannt, dass sie durch die Israeliten die einmalige Chance hatten, einen Gott kennen zu lernen, der alles, was sie bis dahin kannten, übertraf? Hatten sie befürchtet, durch den Auszug des Volkes diese Verbindung zu verlieren?


Wir kannten diesen Gott zwar, aber kannten wir ihn so wie die Menschen in Israel? Jedes Mal, wenn wir in Israel waren, schien es uns, als würde eine weitere Schicht Schuppen von den Augen fallen. Wir lasen die Bibel mit anderen Augen, unser Verständnis war ein anderes geworden. Und hatten wir jemals an irgendeinem anderen Ort, in einem anderen Land, so viele Beweise von Gottes Wirken buchstäblich „anfassen“ können?


Wir hatten von unseren jüdischen Freunden gelernt, dass jeder sich in das Geschehen von Pessach so hineinversetzen soll, als wäre er selbst dabei gewesen. Genau das tat ich. Ich stellte mir vor, dass ich den Hebräern beim Packen zusah, dass ich dastand und wusste, dass sie morgen fort sein würden. In eine unbekannte Zukunft – aber mit einem großen Gott. Doch was würde ich davon aus Ägypten mitbekommen? Nichts. Würde ich ein Teil davon sein? Nein. Ich spürte den Verlust, den Schmerz der Trennung. Und hatte nur noch einen Wunsch: mitzugehen!


An dem Abend betete ich wie nie zuvor. Ich bat Gott mir einen Zugang und eine Verbindung zu Israel schenken. Ich wollte dazu gehören, ich wollte mit ihnen mitgehen – wohin auch immer. Ich dachte wie Ruth: „wo du hingehst, da will auch ich hingehen, wo du bleibst, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist mein Gott“ (Ruth 1,16).

Blutmond Israel

Für die Pessach-Nacht am 8. April war ein besonderer „Blutmond“ vorhergesagt worden. Wir gingen hoch auf die Esslinger Burg um ihn zu sehen. Es waren keine Menschen auf der Straße, die Gassen waren wie ausgestorben. Doch überall sah man in den Häusern die Lichter und wusste, da sind Menschen, da findet Leben statt.

Es war eine ganz eigentümliche Stimmung, eine besondere Spannung lag in der Luft. Und dann stieg der Mond empor: riesengroß und dunkelrot, wie wir ihn nie zuvor gesehen hatten. Er stieg auf und verbreitete eine unglaubliche Helligkeit.

Unsere Freundin Tehila Gimpel hatte uns die Bibelstelle aus Jesaja 30; 26 zu diesem Ereignis gesendet „Und des Mondes Schein wird sein wie der Sonne Schein…, zu der Zeit, wenn der Herr den Schaden seines Volks verbinden und seine Wunden heilen wird“. Sie betonte, dass dies laut Vers 29 in der Nacht vor einem heiligen Fest stattfinden würde. Das passte genau.


Ich war noch nie ein Freund davon, aufgrund bestimmter Phänomene Interpretationen abzuleiten – weil ich tatsächlich meine, dass unser Durchblick dafür viel zu begrenzt ist. Trotzdem konnte ich mich an jenem Abend des Eindrucks nicht erwehren, dass tatsächlich in der unsichtbaren Welt etwas stattfand – und mir wünschen ein Teil davon zu sein

Der Aufbruch

Zwei Wochen später erhielten wir eine Nachricht von unseren Freunden Ari und Jeremy aus Israel: eine Einladung. Der ursprüngliche Plan der beiden, eine Jeshiwa (Hochschule für jüdische Religion) in den Bergen von Judäa zu bauen und zu gründen stockte natürlich unter den Corona-Maßnahmen. Aber ihnen war der Gedanke gekommen, wöchentliche internationale Treffen via Zoom anzubieten. Das besondere bei ihnen war, dass sie diese Schule und entsprechend auch die Zoom-Meetings für alle Nationen öffnen wollten.

https://thelandofisrael.com/landofisraelfellowship


Was mich mitten ins Herz traf, war ihr Motto: „stärke deinen Glauben, vertiefe dein Verständnis, verknüpfe dein Schicksal mit Israel".

The Land of Israel

In der Einladung stand auch ein Bibelvers: „In jenen Tagen werden zehn Menschen aus Nationen mit ganz verschiedenen Sprachen den Rockzipfel eines jüdischen Mannes ergreifen und sagen: „Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott mit euch ist.“ (Sacharja 8,23). Der Vers, der mich schon so lange begleitete… mir war, als wäre diese Einladung speziell für mich geschrieben. Und ich habe selten eine so schnelle, klare Gebetserhörung erlebt.


Seitdem sind Jahre vergangen. Jahre mit virtuellen und persönlichen Begegnungen, Jahre mit Input, Austausch und gemeinsamem Lernen.


Jahre der Gemeinschaft. Hier habe ich Menschen aus den Vereinigten Staaten, Australien, Südafrika, Norwegen, Tschechien und vielen anderen Ländern kennen gelernt. Hier habe ich Freundschaften geschlossen, die mich durch eine extreme Gesundheitsproblematik getragen haben. Hier habe ich - wie nie zuvor - Gebetsunterstützung erlebt. Und ich habe viel tiefer verstanden wie Israelis denken, fühlen und handeln.

Erstveröffentlichung: 22. April 2024 (Pessach)

Deutsch:  Israel Heute   CFFI

Englisch:  Israel Today

Copyright ©  Brigitte B. Nussbächer; Abdruck nur nach vorheriger Genehmigung

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Kotel Klagemauer
Wüste Negev
Wüste Negev

Um das Bild von dem damaligen Sederabend weiter zu malen: plötzlich beschloss ich "mitzugehen". Ich packte meine wichtigsten Dinge zusammen. Mir war bewusst, dass mich diese Reise in unbekanntes Territorium führen würde und dass es unklar war, wann wir das Ziel erreichen würden. Mir war auch bewusst, dass unterwegs Hindernisse und Enttäuschungen warten würden.

Aber das alles spielte keine Rolle. Denn ich wusste eines: dieses war Gottes Volk, mit dem er einen ewigen Bund geschlossen hatte, den er halten würde! Und so fand mein ganz persönlicher „Auszug aus Ägypten“ statt, so gelang es mir seither, Gottes Volk auf seiner Reise zu begleiten!

Kamelritt in der Wüste Israels

Epilog

Jeder Aufbruch erfordert Mut, das Aufgeben von Vertrautem, sowie die Bereitschaft, Neues zu lernen und für sich zu erobern. Das war für die Israeliten damals so und das bleibt auch die Herausforderung für jeden Einzelnen. Faszinierenderweise durchzieht das Thema Aufbruch die Bibel von Anfang an. Schon Abraham wurde aufgefordert seine Heimat zu verlassen, um in ein neues Land zu ziehen… Essentiell ist dabei immer die Vertrauensfrage. Wer weiß, dass Gott mit ihm ist, wird viel wagen und sich auf das freuen, was ihn erwartet.


Wie wir alle wissen, war die Sklaverei in Ägypten nicht das letzte Mal, dass Gottes Volk in Bedrängnis geriet. Es sollten noch viel schlimmere Zeiten folgen: die Vertreibung der Juden aus Israel, das Exil über die Jahrhunderte und schließlich als absoluter Tiefpunkt der furchtbare Holocaust. Auch heute wird Israel wieder von vielen Seiten bedroht und führt einen Existenzkampf.


Doch die Erinnerung daran, dass Gott die absolute Großmacht jener Zeit für sein Volk in die Knie zwang, dass er Naturgesetze für sie außer Kraft setzte und ein Meer teilte, dass er schließlich am Berge Sinai einen ewigen Bund mit ihnen schloss, diese Erinnerung gibt Juden seit Jahrtausenden Zuversicht und die Kraft, nicht aufzugeben, sondern sich immer wieder aus der Asche zu erheben

Davidstern grün

Anhang:
Staaten, die sich an Gottes Volk vergriffen haben und die Konsequenzen

In Spanien wurden Juden durch das Ausweisungsedikt der katholischen Könige Isabella und Ferdinand 1492 zur Konversion zu Christentum oder zur Emigration gezwungen .


Großbritannien hielt sich nicht an das 1917 in der Balfour Erklärung gegebene Versprechen, in Israel eine „nationale Heimstätte“ des jüdischen Volkes zu errichten, sondern limitierte die Einreise während des zweiten Weltkrieges rigoros, obwohl es damit bewusst Juden die Rettung vor dem Holocaust versagte.


Beide Weltreiche zerfielen.


Deutschland wurde verheerend zerstört, nachdem es die Ermordung von 6 Millionen Juden während des Holocaust veranlasst hatte.


Syrien hat Israel seit seiner Staatsgründung 1946 in mehreren Kriegen bekämpft und war (anders als Ägypten und Jordanien) nie bereit, Frieden zu schließen. Der 2011 begonnene Bürgerkrieg in Syrien hat Hunderttausende Todesopfer gefordert und Millionen zu Flüchtlingen gemacht.

Wie wir das Wunder Israel erlebt haben

von Brigitte B. Nussbächer

Wir haben in Israel mit eigenen Augen wahrgenommen, wie Gott zu seinem Volk steht. Wir haben anhand von Fakten und Tatsachen gesehen, wie die Aussagen der Bibel Realität werden und wir haben überall im heutigen Israel Gottes in Erfüllung gehende Verheißungen erlebt.​

Vorausgegangen war eine eher mühsame Entscheidungsfindung. Israel einmal zu besuchen gehörte zur „Allgemeinbildung“ von Christen. Trotzdem hatte es mich nicht hingezogen und die Berichte derer, die von Reisen aus Israel zurück kehrten, hatten wenig dazu beigetragen, es zu ändern. Wenn sie von den sogenannten „Heiligen“ Stätten berichteten, fragte ich mich immer, was es mir denn bringen würde, diese Ruinen oder Gedenkkirchen anzusehen. Viel mehr interessierte mich, was Gott heute in der Gegenwart erlebbar machte.

Letztlich war es dann tatsächlich auch ein anderer Gedanke, der den Anstoß zu dem Besuch gab. 2018 feierten mehrere nach dem 2. Weltkrieg gegründete Staaten ihr 70. Jubiläum – darunter auch Israel. Nachdem wir Dokumentarfilme über Indien und Pakistan zu dem Thema gesehen hatten, fragte ich mich, wie wohl Israel diese 70 Jahre genutzt hatte. Im Vergleich zu den anderen Staaten musste es ungleich schwerer gewesen sein, aus dem Nichts etwas aufzubauen.  Noch 1867 hatte Marc Twain das Land als desolat, eine stille, traurige Weite ohne Mensch, Baum und Strauch bezeichnet. Was war daraus geworden?

Und so begaben wir uns auf eine geschichtliche Studienreise, was sich im Nachhinein als Volltreffer erwies. Nie hätten wir in einem Individualurlaub so viel erfahren und kennen gelernt.

Noch während wir vom Flughafen Ben Gurion nach Tel Aviv fahren, hören wir die Entstehungsgechichte dieser Stadt, von der Parzellverlosung an ein paar Dutzend Familien nördlich der jahrtausende alten Hafenstadt Jaffa im April 1909. Diese wollten auf den Sanddünen, die der niederländische Bankier Jacobus Kann gekauft hatte, die erste jüdische Stadt der Moderne bauen. Und dann fahren wir auch schon an den ersten Hochhäusern vorbei und nach Tel Aviv hinein, welches heute (rund 100 Jahre später) die modernste und weltoffenste Metropole des gesamten Nahen Ostens ist.


Im sehr originell und lebendig gestalteten Palmach Museum in Tel Aviv erfahren wir von dem beeindruckenden Kampf des jüdischen Volkes für seine Unabhängigkeit. Und von der Vorgeschichte: als die UN 1947 beschloss, das ehemalige britische Mandat in 2 Länder aufzuteilen: ein jüdisches und einen arabisches. Von dem Protest der Araber und von dem Druck, der auf die Juden ausgeübt wurde, diese Chance nicht zu nutzen. Von der Proklamation des jüdischen Staates durch David Ben Gurion am 14. Mai 1948 und von dem Angriff der 5 arabischen Länder Ägypten, Syrien, Jordanien, Irak & Libanon um Mitternacht am gleichen Tag.

Man muss sich die damalige Situation vergegenwärtigen. Ca. 650.000 Juden, viele von ihnen Holocaustüberlebende, die gerade erst das Grauen hinter sich gelassen hatten, versuchten Israel, welches als neugegründeter Staat keine Armee besaß, mit Gewehren, Maschinenpistolen und Granatwerfern gegen eine Mehrheit von 160 Millionen Arabern (ausgerüstet mit Panzern, Artillerie, Schützenpanzerwagen, Flugzeugen und Kriegsschiffen) zu verteidigen. Ein Verhältnis von 1 : 246!  Dabei wird einem die menschliche Ausweglosigkeit bewusst und dass das Überleben Israels ein Wunder ist.  Mit Tränen in den Augen verlasse ich das Museum. Jetzt verstehen wir, welch hohen Preis das jüdische Volk (nach der Auslöschung der 6 Millionen durch den Holocaust)  im Unabhängigkeitskrieg für seine Existenz bezahlt hat.

Umso mehr staunen wir über die Lebensfreude und Energie, die heute auf den Strassen Tel Avivs spürbar ist und die wir bei den Menschen, denen wir begegnen, erleben. Wir sehen die Fähigkeit dieses Volkes schnell aus dem Nichts etwas aufzubauen (sie haben weltweit die 2 höchste Anzahl von Start Ups), ihre Genialität Lösungen für scheinbar Unlösbares zu finden, wie zum Beispiel mit Wasserentsalzungsanlagen am Mittelmeer den Wassermangel zu beheben und durch computergesteuerte Tröpfchenbewässerung Plantagen in der Wüste anzubauen. Wir sind überrascht, dass Israel die zweithöchste Akademikerquote und die dritthöchste Patentquote der Welt hat und bewundern, dass 23% aller Nobelpreisträger aus diesem kleinen Volk, dass nur 0,2 % der Weltbevölkerung ausmacht, stammen.

Wir erleben ihre Kreativität sowie ihren Sinn für Kunst und Schönheit. Israel hat gemessen an der Anzahl der Einwohner die meisten Museen und Orchester per capita und liegt auf Platz 2, was die Anzahl der verlegten Bücher anbelangt. Wer hier ein Konzert besucht, wird einem sehr hohen künstlerischen Niveau und großer Begeisterung des Publikums begegnen.

Wir streifen durch Städte, Orte, Landschaften und sind beeindruckt: unglaublich was hier in nur 70 Jahren geschaffen wurde. Dort wo sich früher Sümpfe, Sanddünen und wüstes Land befanden, haben Pioniergeist, Innovation und Durchhaltevermögen überall blühendes Leben entstehen lassen. Israel ist das einzige Land, in dem die Wüste rückläufig ist, Millionen Bäume wurden gepflanzt und entlang der Autobahn blüht tropfenbewässerter Oleander. Aus dem armen Agrarstaat ist ein Land mit führender Technologie und einer starken Währung entstanden. Israel gehört heute zu den 10 einflussreichsten Ländern der Welt und liegt auch im Happiness Ranking vorne. (Siehe Grafik unten)

Je mehr Israelis wir persönlich kennen lernen, desto mehr schätzen wir ihre konstruktive Einstellung, ihre Dynamik und ihren Mut – trotz ihres bis heute andauernden Ringens um ihr Recht auf Existenz.

Wir hören von den Kämpfen im 6 Tage Krieg 1967, von der Befreiung der Altstadt Jerusalems und wie die Juden wieder Zugang zu ihrer heute heiligsten Stätte, der Westmauer, erlangten.

Und von dem „Tal der Tränen“, so benannt nach der anfänglich auswegslosen Situation im Jom Kippur Krieg 1973, als die syrische Armee mit über 1.000 Panzern im Norden Israels einbrach und von weniger als 200 Panzern auf israelischer Seite aufgehalten wurde.

Wir sehen den Wiederaufbau nach wiederholter Zerstörung, sei es nun die Hurva Synagoge in Jerusalem oder die Siedlungen in Gush Etzion.

 

Und wir nehmen wahr, dass selbst die häufigen Terroranschläge in dieser Gegend den Menschen weder die Lebensfreude noch den Lebensmut rauben können, auch wenn sie schmerzliche Verluste zu beklagen haben.

Wir erleben die „Wächter Israels“, die jungen Soldaten und Soldatinnen auf den Straßen, die für Sicherheit sorgen und lauschen den Zeugnissen von sogenannten „einsamen“ Soldaten, die freiwillig ihr Heimatland, Verwandte, Freunde und ein angenehmes Leben verlassen, um in der IDF (Israels Defence Forces) zu dienen. Tatsächlich spielt die IDF auch eine wichtige Rolle bei der Integration und der Schaffung eines gemeinsamen Nenners in der israelischen Gesellschaft.

Denn die Bevölkerungsvielfalt ist erstaunlich. Die Holocaust Überlebenden von überall aus Europa, die ca. 700.000 Juden, die nach Israels Gründung aus den umliegenden arabischen Ländern vertrieben wurden, die Einwanderung aus Afrika und die großen Aliyah-Wellen aus der ehemaligen Sowjetunion haben alle dazu beigetragen. Die Bevölkerungszahl Israels hat sich in den letzten 75 Jahren ver-14-facht (im Vergleich dazu hat sich die Weltbevölkerung in den letzten 50 Jahren „nur“verdoppelt).

Am liebsten hören wir jedoch die Geschichten von jenen, die freiwillig nach Israel kamen, weil sie es als ihre Aufgaben betrachten, dieses Land aufzubauen und sich mit großer Energie dafür einsetzen.

Was uns aber am allermeisten beeindruckt – und tatsächlich auch überrascht hat - ist die intensive, innige und lebendige Beziehung, die viele Juden zu Gott haben. Da uns in den säkularen, kirchlichen und freikirchlichen Kreisen, aus denen wir stammen, die Rolle und Bedeutung von Israel und dem Judentum nicht vermittelt worden war, weder als geistliche Wurzel noch für die Zukunft, waren wir implizit davon ausgegangen, dass so eine Beziehung zu Gott nur bei Christen möglich sei. Jetzt sahen wir mit eigenen Augen wie falsch diese Annahme war.

Heute weiss ich, dank dem erschütterndem Buch „Holocaust“ von Susanna Kokkonen, dass der christliche Glaube bewusst vom Judentum differenziert wurde, seit Kaiser Konstantin der Große die Anerkennung des Christentums als rechtmässige Religion einführte, sich aus politischen Gründen zum Oberhaupt der Kirche ernannte und das erste Konzil im Jahre 325 einberief. Er erklärte, dass die Juden für den Tod Jesu verantwortlich wären, also betrachtete man sie als „Gottesmöder“; verdammt und der Gnade Gottes und der Menschen unwürdig. Eine weitere Lehre dieser Zeit, die „Ersatztheologie“ besagt, dass Israel seine Rolle in Gottes Plänen verspielt hätte und die Christen nun das neue Israel seien. Die Kirchenväter vor und nach diesem ersten Konzil verleugneten den ewigen Bund zwischen Gott und den Juden systematisch, beziehungsweise glaubten, dass Gott diesen Bund aufgehoben hätte.

Der Einfluss dieser Lehren die seit über 1700 Jahren im Umlauf sind, ist erschreckend tiefgreifend. Im Grunde wurde hier schon die Legitimation für Judenhass und Judenverfolgung geschaffen, für Verleugnung und Ignoranz. Hier liegt der idelogische Ursprung von Inquisition, Progromen, Kreuzzügen und Holocaust.

Eine Konsequenz daraus war, das einerseits bei Übersetzungen versucht wurde, die Hinweise auf das Judentum auszulassen und andererseits bei vielen christlichen Themen der jüdische Ursprung nicht erwähnt wurde. Beispiele dafür sind christliche Feste, die alle ihr Äquivalent in den jüdischen biblischen Festen haben (z.B. Passah-Ostern, Schavuot-Pfingsten, Weihnachten-Chanukka) oder auch andere Bräuche: so zum Beispiel ist die jüdische Bar Mitzwa, bei der junge Erwachsene in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen werden, das Vorbild für Kommunion/Konfirmation/Jugendweihe - um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Das gleiche spiegelt sich auch in der Kunst. Wer z. B. durch die Uffizien von Florenz streift, (eines der berühmtesten Kunstmuseen der Welt mit Werken der Malerie und Bildhauerei von der Antike bis zum Spätbarock), stellt fest, dass es aus dem Alten Testament Bilder von Adam und Eva gibt. Das nächste große Thema ist die Ankündigung von Jesu Geburt. Alles was dazwischen liegt, ist ausgeblendet.

So sind sich viele bis heute des jüdischen Erbes nicht bewusst. Derek Prince, ein Bibellehrer unserer Zeit (und die, die mich schon lange kennen, wissen, dass ich jahrelang für Derek Prince Ministries gearbeitet habe), fasste es einmal so zusammen: Wir stehen tief in der Schuld des jüdischen Volkes.
Ohne dieses hätte die Gemeinde keine Patriarchen, keine Propheten, keine Apostel , keine Bibel und keinen Erlöser. Wenn uns all das fehlen würde, was gäbe es dann noch, was uns das Heil bringen könnte? Alle Nationen der Erde verdanken das Wertvollste an ihrem geistlichen Erbe den Juden.

Aber obwohl wir Derek Prince persönlich begegnet waren und viel von unserem Israel-Bild von seinen Worten geprägt war, mussten wir feststellen, dass auch wir Gefangene des Denkens der Kirchenväter waren. Auch wir hatten gedacht, dass die Juden verloren sein mussten, da man ja nur durch Jesus zum Vater kommen könne und übersahen dabei geflissentlich, dass Paulus in Römer 11 eindeutig sagt, dass Gott sein Volk nicht verstossen hat (Vers 1), dass er seine Gaben nicht zurück fordert und die Zusage seiner Erwählung nicht widerruft (Vers 29).

Und jetzt waren wir in Jerusalem und begegneten dem jüdischen Volk Israel erstmalig in seinem eigenen Land.

Was für uns ganz eindeutig wurde, war, dass die Gründung und das Überleben dieses Staates, seine schnellen Fortschritte und Errungenschaften, der Lebensmut und die Kraft, die man in so vielen Menschen in Israel beobachten kann, rational und menschlich nicht zu erklären sind, sondern auf eine besondere Energiequelle und Kraft zurück führen. Hier in Israel war Gott überall im Alltag erlebbar.

Seit über 2000 Jahren spricht die Bibel von einem lebendigen Gott, der Israel als sein Volk auserwählte und der verhieß, dies Volk nach seiner Zerstreuung wieder in das Land seiner Vorfahren zurück zu bringen und es besonders auszustatten. Dies jedoch auf einmal mit unseren eigenen Sinnen zu sehen, zu beobachten, veränderte uns.

Als wir am Ufer vom See Genezareth sassen, kam mir der Gedanke, dass Juden vorgeworfen wurde, Jesus nicht erkannt zu haben – obwohl doch das, was um ihn herum geschah, offensichtlich und eindeutig war … Und dass heute viele Christen das, was Gott in und mit Israel tut, nicht erkennen – obwohl es ebenso offensichtlich und eindeutig ist.

Wir begannen die Bibel mit anderen Augen zu lesen. Was wir bis dahin überlesen hatten, stach jetzt deutlich hervor.

Wenn man sich vergegenwärtig, dass Jesus in Matthäus 5,17 selber gesagt hat „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen“, dann kann man die Bedeutung von Israel und Jerusalem schwer überlesen.

Denn auf dem Berge Zion und zu Jerusalem wird Errettung sein – steht in Joel 3,5

Und Sacharjia weissagt in Kapitel 8, 22: Menschen aus großen und mächtigen Völkern werden nach Jerusalem kommen, um den HERRN, den Allmächtigen, zu suchen und den HERRN gnädig zu stimmen.

Jesaja prophezeit in Kapitel 60, 2-3: Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir (Zion) geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Völker werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.

Wir haben in Israel mit eigenen Augen wahrgenommen, wie Gott zu seinem Volk steht. Wir haben anhand von Fakten und Tatsachen gesehen, wie die Aussagen der Bibel Realität werden und wir haben überall im heutigen Israel Gottes in Erfüllung gehende Verheißungen erlebt.

 

Die Bibel spricht in Sacharja 8,23 davon, dass „in jenen Tagen zehn Menschen aus Völkern mit lauter verschiedenen Sprachen einen Mann aus Juda am Rockzipfel festhalten werden und bitten: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott bei euch ist“ - für uns sind diese Tage bereits angebrochen…die Beziehungen zu unseren jüdischen Freunden und die Verbindung zu Israel sind zu einer der wertvollsten Konstanten, einer Bereicherung und einer Quelle des Lernens in  unserem Leben geworden.

Davidstern grün
ELAL

„Bruchim haba'im le’Israel - Willkommen in Israel” klang die Stimme des Piloten aus den Lautsprechern und das Flugzeug rollte langsam zur finalen Position. Wir sahen neugierig aus dem Fenster. Was würden wir in diesem Land, über das so viel Widersprüchliches berichtet wird und dass es vor 100 Jahren noch nicht gab, vorfinden? Ich wusste damals nicht, vor welcher lebensverändernden Erfahrung ich stand!

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