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Parallelen zwischen der Kristallnacht und dem Schwarzen Schabbat – eine historische Analyse 2026.

1938 markierte die Reichspogromnacht eine dramatische Eskalation der Judenverfolgung.

2023 wurde der Hamas-Überfall auf Israel zum mörderischen Höhepunkt jahrzehntelanger Angriffe.
Zwei historische Wendepunkte, Jahrzehnte dazwischen – und eine Welt, die erneut wegschaut?
Was verbindet die Reichspogromnacht mit dem Schwarzen Schabbat? Und was verraten die Reaktionen der Welt über uns?
Die Geschichte stellt uns unbequeme Fragen zu Verantwortung, Solidarität und Antisemitismus – und hält uns einen Spiegel vor.
Denn die entscheidende Frage ist nicht nur, was damals geschah, sondern ob wir heute bereit sind, hinzusehen, Stellung zu beziehen und zu handeln.

Davidstern grün

DIE ESKALATION

Kristallnacht

Brennende Synagogen in der Reichspogromnacht. Foto Shutterstock

88 Jahre sind seit der „Reichspogromnacht“ vergangen, jener Nacht, in der im Deutschen Reich rund 1400 Synagogen brannten und 7500 jüdische Geschäfte, Schulen und Waisenhäuser zerstört wurden.

 
Am 9. November 1938 wurden jüdische Zivilisten auf offener Straße von der „Sturmabteilung“ (SA), misshandelt, bedroht, verhaftet und ermordet. Geschätzt wird, dass über 1300 Menschen in dieser Nacht oder an den Folgen der Misshandlungen starben.

Heute wissen wir, dass die Reichspogromnacht den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden ab 1933 hin zu ihrer systematischen Vertreibung und Unterdrückung markierte. Zu diesem Zeitpunkt wäre die Rettung der meisten noch möglich gewesen. 

Am 7. Oktober 2023 erleben Juden eine neue „Pogromnacht“– diesmal auf israelischem Staatsgebiet. Über 5000 Hamas-Terroristen aus dem Gaza-Streifen durchbrechen an dem „Schwarzen Schabbat“ die Grenze zu Israel, bringen mehr als 1200 Menschen auf grausamste Weise um, verwunden Tausende schwer, entführen rund 250 und verwüsten Ortschaften.


Wir, die Welt, haben angesichts dieses Desasters die Chance zu zeigen, dass wir aus der Vergangenheit gelernt haben, dass wir das jüdische Volk, wie tausendmal versprochen „nie wieder“ alleine lassen, sondern unterstützen. Wie sind wir in den letzten drei Jahren mit dieser Chance umgegangen?

Kibbutz

Kibbuz Nir Oz nach dem Hamas-Überfall. Foto privat 

DIE VORGESCHICHTE

Deutschland ab 1933

Wurde die Welt 1938 überrascht? Gab es Ursachen, zu glauben, dass dies nur ein temporärer Wahnsinn sei, das Verbrechen einer Meute? 
Nein! Die judenfeindliche Politik der nationalsozialistischen deutschen Regierung begann bereits bei der Machtübernahme Adolf Hitlers: mit dem Judenboykott (1933), den Nürnberger Gesetzen (1935) und Zwangsenteignungen (1937).
Die Kristallnacht war eine Eskalation der Judenfeindlichkeit – aber gleichzeitig eine logische Fortsetzung der bereits seit Jahren stattfindenden antisemitischen Handlungen.

Israel ab 1948

War der Angriff der Hamas am Schwarzen Schabbat, am 7. Oktober 2023, eine Überraschung? War er nur ein temporärer Wahnsinn, das Verbrechen einer Meute? 
Nein. Israel ist seit seiner Gründung regelmäßig von Palästinensern und arabischen Staaten angegriffen worden. Der erste Überfall von Ägypten, Syrien, Jordanien, Irak & Libanon kam direkt nach der Proklamation des jüdischen Staates am 14. Mai 1948, 1956 dann die Suezkrise. 1967 wurde ein Angriff von Ägypten, Syrien und Jordanien angekündigt, dies führte zum Sechs-Tage-Krieg. 1973 fielen Ägypten und Syrien am Feiertag Jom Kippur über Israel her. 1982 attackierte die terroristische Hisbollah aus dem Libanon Israel, Soldaten wurden entführt, es kam zu den Libanonkriegen.

Aus dem Gazastreifen hat sich Israel 2005 ohne Gegenleistung zurückgezogen, wurde aber weiterhin mit tausenden Raketen beschossen: 2012, 2014 und 2021 kam es zu schweren Eskalationen. Waffenruhen wurden von der Hamas nicht respektiert.
Der „Schwarze Schabbat“ ist eine Eskalation der Aggression der Hamas – aber gleichzeitig eine logische Fortsetzung der jahrelangen Angriffe.

REAKTIONEN DER WELTÖFFENTLICHKEIT

1938 – Die Konferenz von Évian

Da die Zahl jüdischer Flüchtlinge aus Deutschland drastisch anstieg, initiierten die USA im Juli 1938 eine Konferenz im französischen Évian, an der die meisten europäischen Mächte, Kanada, Australien, Neuseeland sowie nahezu alle mittel- und südamerikanischen Staaten teilnahmen. 


Es war den Regierungen zu dem Zeitpunkt bekannt, dass die Juden in Deutschland und Österreich nahezu vollständig entrechtet und dass Tausende ermordet oder in den Tod getrieben worden waren. Dennoch erklärte sich keines der 32 teilnehmenden Länder zur Aufnahme einer größeren Anzahl der bedrohten Juden bereit, sondern überliessen sie der Willkür der Nationalsolzialisten.

2023 – Die UN Vollversammlung

UN-Resolution

Die UN-Resolution 2023. Foto Shutterstock

Nach dem furchtbaren Terror-Angriff der Hamas gibt es Solidaritätsbesuche, aber wenig praktische Unterstützung. Und keine drei Wochen später erlassen die Vereinten Nationen (UN) eine erste Resolution, die Forderungen an Israel stellt – nicht an die Hamas.

Am 15.11.2023 verabschiedet der UN-Sicherheitsrat – ohne Gegenstimmen! – eine diesmal völkerrechtlich bindende Resolution. Zwar wird die Freilassung der Geiseln verlangt, aber Israels Recht auf Selbstverteidigung wird wieder nicht genannt, es gibt auch diesmal keine Verurteilung des Hamas-Massakers. Stattdessen wird mit Nachdruck Schutz und humanitäre Hilfe für Gaza gefordert, für die Israel einer Waffenruhe zustimmen soll.

Das ist die Solidarität, die das jüdische Volk 80 Jahre nach dem Holocaust innerhalb der Folgewochen des Massakers erfährt. Die Bilder der Gräueltaten an Israelis kursieren durchs Netz, weil die Terroristen sie selbst veröffentlichen und damit prahlen. Doch das Mitgefühl wendet sich den Palästinensern zu.

DIE NÄCHSTE PHASE

Der Holocaust (bis 1945)

Die traurige Wahrheit ist, dass Nazideutschland den Massenmord auf schreckliche Weise perfektioniert und damit die dunkelste Seite der Weltgeschichte geschrieben hat. 

Leichen KZ

Leichen im KZ Bergen Belsen. Foto Shutterstock

Aber traurige Wahrheit ist auch, dass es nie so erfolgreich gewesen wäre, wenn ihm entschiedener Widerstand begegnet wäre. Dänemark gelang es 1943 innerhalb von nur drei Wochen, 99 Prozent der Juden ins neutrale, unbesetzte Schweden zu evakuieren. Verbündete Deutschlands wie zum Beispiel Bulgarien rettete etwa 50.000 Juden, Finnland weigerte sich seine jüdischen Bewohner auszuliefern oder zu entrechten. Diese Beispiele beweisen, dass die deutschen Vernichtungspläne erfolgreich hätten durchkreuzt werden können.

Ganz anders sah es hingegen in Osteuropa aus, wo rund fünf Millionen Juden wohnten – in Gebieten, die heute zur Ukraine, Polen, Weisrussland, Moldau, Rumänien und Litauen gehören. Im ehemaligen Zarenreich gingen Staat, Kirche und Volk schon im 19. Jahrhundert gegen Juden vor, schränkten sie durch Sondergesetze ein und verfolgten sie mit Pogromen. Polen wurde Ende 1939 und die Ukraine sowie Belarus im Sommer 1941 von Nazi-Deutschland besetzt. Rumänien gehörte zu seinen Verbündeten. Und in all diesen Ländern gab es antisemitische Verbrechen bei denen Tausende umkamen - auch ohne eine explizite Anordnung der Besatzer.


1940 begann der Bau von Massenvernichtungslagern. Im Gegensatz zu anderen Konzentrationslagern, wo Inhaftierte, abgesehen von Hinrichtungen, vor allem durch systematisch herbeigeführte Krankheit und Unterernährung sowie übermäßige Arbeit starben, dienten die Vernichtungslager dem unmittelbaren Zweck der Ermordung der dorthin Deportierten. Alle diese Vernichtungslager (Auschwitz-Birkenau, Madjanek, Belzec, Sobibor, Treblinka, Bronnaja Gora, Maly Trostinez), in denen zwischen 1941 und 1945 mehr als drei Millionen Menschen, vor allem durch Gaskammern, ermordet wurden, liegen im heutigen Polen und Belarus. Ein Zufall?


Und die meisten Kirchen schwiegen. In Deutschland gehörten während der Nazidiktatur 96 Prozent der Bevölkerung einer christlichen Konfession an. Da es klar in der Bibel steht, hätte man wissen sollen, dass die Juden Gottes auserwähltes Volk sind, mit dem er einen ewigen Bund geschlossen hat. Doch viele meinten, dass Juden nach der Kreuzigung von Jesus verdammt und der Gnade Gottes sowie der Menschen unwürdig seien. 


Es war letztendlich die Kollaboration (fast) aller mit dem NS-Regime, das zu der Ermordung von zwei Drittel der europäischen Juden maßgeblich beitrug bzw. sie überhaupt in diesem Ausmaß ermöglichte.

Der Viel-Frontenkrieg um Israel (2023-2026)

Israel legt nach dem Massaker seine Ziele fest: die Befreiung der rund 250 Geiseln; Entmachtung und Entwaffnung der Hamas, Verteidigung der Zivilbevölkerung.


Da die Hamas sich weigert, die Geiseln freizugeben und Israel weiter attackiert, beginnt eine Bodenoffensive im Gazastreifen, die bis Oktober 2025 gehen wird, ein mühsamer urbaner Häuserkampf gegen eine Terrororganisation, die kein Völkerrecht kennt, die sich in Wohn- und Krankenhäusern, Schulen sowie Moscheen verschanzt und ihre eigene Zivilbevölkerung daran hindert, Kriegsgebiete zu verlassen, um sie als Schutzschilde zu nutzen.


Seit dem 8. Oktober 2023 überzieht die schiitisch-islamistische Miliz Hisbollah den Norden Israels mit Angriffen. Zehntausende Israelis flüchten ins Landesinnere.


Auch die Terrororganisation der Huthi aus dem Jemen greifen Israel an. Ebenso der Iran, Kämpfer des sogenannten Islamischen Widerstands und iranisch-finanzierte paramilitärische Gruppierungen aus dem Irak und Syrien. 


Der 7. Oktober 2023 wird der Auftakt zu einem existenziellen Vielfrontenkrieg um Israel und führt zu einem weltweiten Aufflammen von Judenhass.

Doch es sind nicht die Terrororganisationen oder Angreifer, die sich vor dem Internationalen Gerichtshof der UN verteidigen müssen. Am 29. Dezember 2023 reicht Südafrika eine Klage gegen Israel ein - wegen „Genozid gegen die palästinensische Bevölkerung im Gazastreifen“. Etliche Staaten schließen sich dem Vorwurf an. 


Antisemitische Demonstrationen gehen ab April 2024 weltweit in die Hunderttausende. Dabei wird keine Zweistaatenlösung oder Frieden gefordert, denn „from the river (Jordan) to the sea (Mittelmeer), Palestine will be free“ heißt im Klartext, dass Israel von der Landkarte zu verschwinden hat. Die antisemitischen Straftaten, die bis zur Ermordung von Zivilisten auf offener Straße gehen, vervielfachen sich weltweit dramatisch – auch in Deutschland. 


Am 21. November 2024 werden vom Internationalen Strafgerichtshof Haftbefehle gegen Israels Premierminister Netanjahu, Verteidigungsminister Gallant und Yahya Sinwar, Mohammed Deif und Ismail Haniyya von der Hamas, erlassen. Damit wird ein demokratisch gewählter Premierminister, der sein Land über ein Jahrzehnt zu nie dagewesener Blüte geführt hat, mit weltweit gesuchten Terroristen gleichgesetzt.


Am 28 Mai anerkennen Norwegen, Spanien und Irland einen palästinensischen Staat ohne Israels Zustimmung. Im September 2025 folgen Großbritannien, Frankreich, Kanada, Australien und weitere.


Im September 2024 geht Israel nach 11 Monaten andauernden Beschusses durch die Hisbollah im Libanon in die Offensive, damit die Ortschaften im Norden wieder bewohnbar werden.


Im Juni 2025 und März 2026 beantwortet Israel die jahrzehntelang andauernden Aggressionen und die Attacken des Iran aus dem April und Oktober 2024, um die Bedrohung durch iranische Nuklearanlagen und Raketenarsenale zu verringern.

Seit Beginn des Krieges hat sich eine breite Front von Nationen und Organisationen gebildet, die Israel verurteilen. Die Gesamtsituation wird einseitig betrachtet und Aktionen der islamischen Terrororganisationen werden ausgeblendet. Man versucht durch Boykotte, Desinvestitionen und Sanktionen Israel wirtschaftlich und kulturell zu isolieren.


Israel wird vorgeworfen eine Hungersnot in Gaza zu verursachen, eine falsche Anschuldigung, die späteren Überprüfungen nicht standhält. Doch Deutschland vollzieht eine Kehrtwende in seiner Politik und schränkt im Sommer 2025 Waffenlieferungen nach Israel ein.


Der Krieg in Gaza endet, wie seit Beginn von Israel angekündigt, mit der Freilassung der letzten lebenden Geiseln am 13. Oktober 2025, mithilfe der Vermittlung durch Präsident Trump. Wie auch bei vorhergehenden Geiseldeals muss Israel dafür Tausende verurteilte palästinensische Straftäter freigeben. Das israelische Militär zieht sich auf die vereinbarte Linie zurück, Unmengen von Hilfsgütern strömen in den Gazastreifen. Die letzten toten Geiseln werden einzeln überführt, die letzte erst am 28. Januar 2026.


Doch die Anklagen, die Proteste und der Hass gegen Israel hören nicht auf. 
Im Oktober 2026 wird die Linke, die sich bereits im März gegen Zionismus ausgesprochen hat, bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin stärkste Kraft - nicht trotz, sondern mit antisemitischen Gewaltparolen wie „Yalla Yalla Intifada“ „Death to the IDF“, Kontakten zum pro-palästinensischen Aktivisten Milieu und zur Volksfront zur Befreiung Palästinas (PFLP), die von der EU als Terrororganisation eingestuft ist. 


Gibt es 2026, 81 Jahre nach dem Ende des Holocausts, einen Grund zu behaupten, man hätte den Antisemitismus oder besser gesagt, den Judenhass, überwunden? Hat sich die Welt Juden gegenüber wirklich so anders verhalten als vor 80 Jahren oder war der Unterschied der, dass sich Israel diesmal erfolgreich gewehrt hat?

Unsere Chance – heute!

Gerechte der Nationen

Yad Vashem – Ehrung der Gerechten.
Foto Shutterstock

Und doch gab es immer Menschen in allen Ländern, die anders dachten und vor allem auch anders handelten. Die im Holocaust bereit waren, unter Todesgefahr Juden vor der Vernichtung zu retten. Sie sind der Beweis dafür, dass jeder seine Entscheidungen am Ende selbst trifft – und dafür verantwortlich ist. Dass keine Massendynamik, keine Ideologie, keine Verfolgung so stark ist, dass der menschliche Geist nicht mehr fähig wäre, Gut von Böse zu unterscheiden und eigenständig Position zu beziehen und sie lehren uns, dass jeder einen Unterschied bewirken kann.

Wo stehen wir heute – jeder Einzelne für sich? 
Jeder von uns hat die Chance, sich nicht daran zu beteiligen, wenn die Welt sich (wieder) gegen Israel stellt, und wir haben die Chance, die Fehler und Sünden unserer Vorfahren nicht zu wiederholen. Das ist unser Erbe und unsere Verantwortung.

Christen haben die Chance und den Auftrag, für Israel und Juden zu beten (Jesaja 62,7), ihnen Wertschätzung und Liebe zu zeigen, ihnen praktisch zu helfen. Auch wenn es nur kleine Dinge sind, haben sie vielleicht eine große Wirkung. 


Wenn wir uns in diesem Jahr an die Reichspogromnacht erinnern, ist es uns bewusst, dass wir die Vergangenheit nicht ungeschehen machen können. Aber ist es uns genau so präsent, dass wir die Gegenwart mitgestalten und die Zukunft mitprägen können: durch unsere Worte und noch viel mehr durch das, was wir tun und was unser Leben aussagt?

Wenn Sie über neue Artikel oder Veranstaltungen von ARC to Israel informiert werden möchten, geben Sie uns bitte eine kurze Rückmeldung via Kontaktformular. Wir würden uns freuen mit Ihnen verbunden zu bleiben.

Erstveröffentlichung:  9. November 2026 (Kristallnacht)

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Copyright ©  Brigitte Chaya Nussbächer; Abdruck nur nach vorheriger Genehmigung

Hier finden Sie andere Artikel von Brigitte Chaya Nussbächer

Wie wir das Wunder Israel erlebt haben

von Brigitte B. Nussbächer

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Wir haben in Israel mit eigenen Augen wahrgenommen, wie Gott zu seinem Volk steht. Wir haben anhand von Fakten und Tatsachen gesehen, wie die Aussagen der Bibel Realität werden und wir haben überall im heutigen Israel Gottes in Erfüllung gehende Verheißungen erlebt.​

Vorausgegangen war eine eher mühsame Entscheidungsfindung. Israel einmal zu besuchen gehörte zur „Allgemeinbildung“ von Christen. Trotzdem hatte es mich nicht hingezogen und die Berichte derer, die von Reisen aus Israel zurück kehrten, hatten wenig dazu beigetragen, es zu ändern. Wenn sie von den sogenannten „Heiligen“ Stätten berichteten, fragte ich mich immer, was es mir denn bringen würde, diese Ruinen oder Gedenkkirchen anzusehen. Viel mehr interessierte mich, was Gott heute in der Gegenwart erlebbar machte.

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Letztlich war es dann tatsächlich auch ein anderer Gedanke, der den Anstoß zu dem Besuch gab. 2018 feierten mehrere nach dem 2. Weltkrieg gegründete Staaten ihr 70. Jubiläum – darunter auch Israel. Nachdem wir Dokumentarfilme über Indien und Pakistan zu dem Thema gesehen hatten, fragte ich mich, wie wohl Israel diese 70 Jahre genutzt hatte. Im Vergleich zu den anderen Staaten musste es ungleich schwerer gewesen sein, aus dem Nichts etwas aufzubauen.  Noch 1867 hatte Marc Twain das Land als desolat, eine stille, traurige Weite ohne Mensch, Baum und Strauch bezeichnet. Was war daraus geworden?

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Und so begaben wir uns auf eine geschichtliche Studienreise, was sich im Nachhinein als Volltreffer erwies. Nie hätten wir in einem Individualurlaub so viel erfahren und kennen gelernt.

Noch während wir vom Flughafen Ben Gurion nach Tel Aviv fahren, hören wir die Entstehungsgechichte dieser Stadt, von der Parzellverlosung an ein paar Dutzend Familien nördlich der jahrtausende alten Hafenstadt Jaffa im April 1909. Diese wollten auf den Sanddünen, die der niederländische Bankier Jacobus Kann gekauft hatte, die erste jüdische Stadt der Moderne bauen. Und dann fahren wir auch schon an den ersten Hochhäusern vorbei und nach Tel Aviv hinein, welches heute (rund 100 Jahre später) die modernste und weltoffenste Metropole des gesamten Nahen Ostens ist.


Im sehr originell und lebendig gestalteten Palmach Museum in Tel Aviv erfahren wir von dem beeindruckenden Kampf des jüdischen Volkes für seine Unabhängigkeit. Und von der Vorgeschichte: als die UN 1947 beschloss, das ehemalige britische Mandat in 2 Länder aufzuteilen: ein jüdisches und einen arabisches. Von dem Protest der Araber und von dem Druck, der auf die Juden ausgeübt wurde, diese Chance nicht zu nutzen. Von der Proklamation des jüdischen Staates durch David Ben Gurion am 14. Mai 1948 und von dem Angriff der 5 arabischen Länder Ägypten, Syrien, Jordanien, Irak & Libanon um Mitternacht am gleichen Tag.

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Man muss sich die damalige Situation vergegenwärtigen. Ca. 650.000 Juden, viele von ihnen Holocaustüberlebende, die gerade erst das Grauen hinter sich gelassen hatten, versuchten Israel, welches als neugegründeter Staat keine Armee besaß, mit Gewehren, Maschinenpistolen und Granatwerfern gegen eine Mehrheit von 160 Millionen Arabern (ausgerüstet mit Panzern, Artillerie, Schützenpanzerwagen, Flugzeugen und Kriegsschiffen) zu verteidigen. Ein Verhältnis von 1 : 246!  Dabei wird einem die menschliche Ausweglosigkeit bewusst und dass das Überleben Israels ein Wunder ist.  Mit Tränen in den Augen verlasse ich das Museum. Jetzt verstehen wir, welch hohen Preis das jüdische Volk (nach der Auslöschung der 6 Millionen durch den Holocaust)  im Unabhängigkeitskrieg für seine Existenz bezahlt hat.

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Umso mehr staunen wir über die Lebensfreude und Energie, die heute auf den Strassen Tel Avivs spürbar ist und die wir bei den Menschen, denen wir begegnen, erleben. Wir sehen die Fähigkeit dieses Volkes schnell aus dem Nichts etwas aufzubauen (sie haben weltweit die 2 höchste Anzahl von Start Ups), ihre Genialität Lösungen für scheinbar Unlösbares zu finden, wie zum Beispiel mit Wasserentsalzungsanlagen am Mittelmeer den Wassermangel zu beheben und durch computergesteuerte Tröpfchenbewässerung Plantagen in der Wüste anzubauen. Wir sind überrascht, dass Israel die zweithöchste Akademikerquote und die dritthöchste Patentquote der Welt hat und bewundern, dass 23% aller Nobelpreisträger aus diesem kleinen Volk, dass nur 0,2 % der Weltbevölkerung ausmacht, stammen.

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Wir erleben ihre Kreativität sowie ihren Sinn für Kunst und Schönheit. Israel hat gemessen an der Anzahl der Einwohner die meisten Museen und Orchester per capita und liegt auf Platz 2, was die Anzahl der verlegten Bücher anbelangt. Wer hier ein Konzert besucht, wird einem sehr hohen künstlerischen Niveau und großer Begeisterung des Publikums begegnen.

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Wir streifen durch Städte, Orte, Landschaften und sind beeindruckt: unglaublich was hier in nur 70 Jahren geschaffen wurde. Dort wo sich früher Sümpfe, Sanddünen und wüstes Land befanden, haben Pioniergeist, Innovation und Durchhaltevermögen überall blühendes Leben entstehen lassen. Israel ist das einzige Land, in dem die Wüste rückläufig ist, Millionen Bäume wurden gepflanzt und entlang der Autobahn blüht tropfenbewässerter Oleander. Aus dem armen Agrarstaat ist ein Land mit führender Technologie und einer starken Währung entstanden. Israel gehört heute zu den 10 einflussreichsten Ländern der Welt und liegt auch im Happiness Ranking vorne. (Siehe Grafik unten)

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Je mehr Israelis wir persönlich kennen lernen, desto mehr schätzen wir ihre konstruktive Einstellung, ihre Dynamik und ihren Mut – trotz ihres bis heute andauernden Ringens um ihr Recht auf Existenz.

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Wir hören von den Kämpfen im 6 Tage Krieg 1967, von der Befreiung der Altstadt Jerusalems und wie die Juden wieder Zugang zu ihrer heute heiligsten Stätte, der Westmauer, erlangten.

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Und von dem „Tal der Tränen“, so benannt nach der anfänglich auswegslosen Situation im Jom Kippur Krieg 1973, als die syrische Armee mit über 1.000 Panzern im Norden Israels einbrach und von weniger als 200 Panzern auf israelischer Seite aufgehalten wurde.

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Wir sehen den Wiederaufbau nach wiederholter Zerstörung, sei es nun die Hurva Synagoge in Jerusalem oder die Siedlungen in Gush Etzion.

 

Und wir nehmen wahr, dass selbst die häufigen Terroranschläge in dieser Gegend den Menschen weder die Lebensfreude noch den Lebensmut rauben können, auch wenn sie schmerzliche Verluste zu beklagen haben.

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Wir erleben die „Wächter Israels“, die jungen Soldaten und Soldatinnen auf den Straßen, die für Sicherheit sorgen und lauschen den Zeugnissen von sogenannten „einsamen“ Soldaten, die freiwillig ihr Heimatland, Verwandte, Freunde und ein angenehmes Leben verlassen, um in der IDF (Israels Defence Forces) zu dienen. Tatsächlich spielt die IDF auch eine wichtige Rolle bei der Integration und der Schaffung eines gemeinsamen Nenners in der israelischen Gesellschaft.

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Denn die Bevölkerungsvielfalt ist erstaunlich. Die Holocaust Überlebenden von überall aus Europa, die ca. 700.000 Juden, die nach Israels Gründung aus den umliegenden arabischen Ländern vertrieben wurden, die Einwanderung aus Afrika und die großen Aliyah-Wellen aus der ehemaligen Sowjetunion haben alle dazu beigetragen. Die Bevölkerungszahl Israels hat sich in den letzten 75 Jahren ver-14-facht (im Vergleich dazu hat sich die Weltbevölkerung in den letzten 50 Jahren „nur“verdoppelt).

Am liebsten hören wir jedoch die Geschichten von jenen, die freiwillig nach Israel kamen, weil sie es als ihre Aufgaben betrachten, dieses Land aufzubauen und sich mit großer Energie dafür einsetzen.

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Was uns aber am allermeisten beeindruckt – und tatsächlich auch überrascht hat - ist die intensive, innige und lebendige Beziehung, die viele Juden zu Gott haben. Da uns in den säkularen, kirchlichen und freikirchlichen Kreisen, aus denen wir stammen, die Rolle und Bedeutung von Israel und dem Judentum nicht vermittelt worden war, weder als geistliche Wurzel noch für die Zukunft, waren wir implizit davon ausgegangen, dass so eine Beziehung zu Gott nur bei Christen möglich sei. Jetzt sahen wir mit eigenen Augen wie falsch diese Annahme war.

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Heute weiss ich, dank dem erschütterndem Buch „Holocaust“ von Susanna Kokkonen, dass der christliche Glaube bewusst vom Judentum differenziert wurde, seit Kaiser Konstantin der Große die Anerkennung des Christentums als rechtmässige Religion einführte, sich aus politischen Gründen zum Oberhaupt der Kirche ernannte und das erste Konzil im Jahre 325 einberief. Er erklärte, dass die Juden für den Tod Jesu verantwortlich wären, also betrachtete man sie als „Gottesmöder“; verdammt und der Gnade Gottes und der Menschen unwürdig. Eine weitere Lehre dieser Zeit, die „Ersatztheologie“ besagt, dass Israel seine Rolle in Gottes Plänen verspielt hätte und die Christen nun das neue Israel seien. Die Kirchenväter vor und nach diesem ersten Konzil verleugneten den ewigen Bund zwischen Gott und den Juden systematisch, beziehungsweise glaubten, dass Gott diesen Bund aufgehoben hätte.

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Der Einfluss dieser Lehren die seit über 1700 Jahren im Umlauf sind, ist erschreckend tiefgreifend. Im Grunde wurde hier schon die Legitimation für Judenhass und Judenverfolgung geschaffen, für Verleugnung und Ignoranz. Hier liegt der idelogische Ursprung von Inquisition, Progromen, Kreuzzügen und Holocaust.

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Eine Konsequenz daraus war, das einerseits bei Übersetzungen versucht wurde, die Hinweise auf das Judentum auszulassen und andererseits bei vielen christlichen Themen der jüdische Ursprung nicht erwähnt wurde. Beispiele dafür sind christliche Feste, die alle ihr Äquivalent in den jüdischen biblischen Festen haben (z.B. Passah-Ostern, Schavuot-Pfingsten, Weihnachten-Chanukka) oder auch andere Bräuche: so zum Beispiel ist die jüdische Bar Mitzwa, bei der junge Erwachsene in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen werden, das Vorbild für Kommunion/Konfirmation/Jugendweihe - um nur ein paar Beispiele zu nennen.

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Das gleiche spiegelt sich auch in der Kunst. Wer z. B. durch die Uffizien von Florenz streift, (eines der berühmtesten Kunstmuseen der Welt mit Werken der Malerie und Bildhauerei von der Antike bis zum Spätbarock), stellt fest, dass es aus dem Alten Testament Bilder von Adam und Eva gibt. Das nächste große Thema ist die Ankündigung von Jesu Geburt. Alles was dazwischen liegt, ist ausgeblendet.

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So sind sich viele bis heute des jüdischen Erbes nicht bewusst. Derek Prince, ein Bibellehrer unserer Zeit (und die, die mich schon lange kennen, wissen, dass ich jahrelang für Derek Prince Ministries gearbeitet habe), fasste es einmal so zusammen: Wir stehen tief in der Schuld des jüdischen Volkes.
Ohne dieses hätte die Gemeinde keine Patriarchen, keine Propheten, keine Apostel , keine Bibel und keinen Erlöser. Wenn uns all das fehlen würde, was gäbe es dann noch, was uns das Heil bringen könnte? Alle Nationen der Erde verdanken das Wertvollste an ihrem geistlichen Erbe den Juden.

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Aber obwohl wir Derek Prince persönlich begegnet waren und viel von unserem Israel-Bild von seinen Worten geprägt war, mussten wir feststellen, dass auch wir Gefangene des Denkens der Kirchenväter waren. Auch wir hatten gedacht, dass die Juden verloren sein mussten, da man ja nur durch Jesus zum Vater kommen könne und übersahen dabei geflissentlich, dass Paulus in Römer 11 eindeutig sagt, dass Gott sein Volk nicht verstossen hat (Vers 1), dass er seine Gaben nicht zurück fordert und die Zusage seiner Erwählung nicht widerruft (Vers 29).

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Und jetzt waren wir in Jerusalem und begegneten dem jüdischen Volk Israel erstmalig in seinem eigenen Land.

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Was für uns ganz eindeutig wurde, war, dass die Gründung und das Überleben dieses Staates, seine schnellen Fortschritte und Errungenschaften, der Lebensmut und die Kraft, die man in so vielen Menschen in Israel beobachten kann, rational und menschlich nicht zu erklären sind, sondern auf eine besondere Energiequelle und Kraft zurück führen. Hier in Israel war Gott überall im Alltag erlebbar.

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Seit über 2000 Jahren spricht die Bibel von einem lebendigen Gott, der Israel als sein Volk auserwählte und der verhieß, dies Volk nach seiner Zerstreuung wieder in das Land seiner Vorfahren zurück zu bringen und es besonders auszustatten. Dies jedoch auf einmal mit unseren eigenen Sinnen zu sehen, zu beobachten, veränderte uns.

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Als wir am Ufer vom See Genezareth sassen, kam mir der Gedanke, dass Juden vorgeworfen wurde, Jesus nicht erkannt zu haben – obwohl doch das, was um ihn herum geschah, offensichtlich und eindeutig war … Und dass heute viele Christen das, was Gott in und mit Israel tut, nicht erkennen – obwohl es ebenso offensichtlich und eindeutig ist.

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Wir begannen die Bibel mit anderen Augen zu lesen. Was wir bis dahin überlesen hatten, stach jetzt deutlich hervor.

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Wenn man sich vergegenwärtig, dass Jesus in Matthäus 5,17 selber gesagt hat „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen“, dann kann man die Bedeutung von Israel und Jerusalem schwer überlesen.

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Denn auf dem Berge Zion und zu Jerusalem wird Errettung sein – steht in Joel 3,5

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Und Sacharjia weissagt in Kapitel 8, 22: Menschen aus großen und mächtigen Völkern werden nach Jerusalem kommen, um den HERRN, den Allmächtigen, zu suchen und den HERRN gnädig zu stimmen.

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Jesaja prophezeit in Kapitel 60, 2-3: Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir (Zion) geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Völker werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.

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Wir haben in Israel mit eigenen Augen wahrgenommen, wie Gott zu seinem Volk steht. Wir haben anhand von Fakten und Tatsachen gesehen, wie die Aussagen der Bibel Realität werden und wir haben überall im heutigen Israel Gottes in Erfüllung gehende Verheißungen erlebt.

 

Die Bibel spricht in Sacharja 8,23 davon, dass „in jenen Tagen zehn Menschen aus Völkern mit lauter verschiedenen Sprachen einen Mann aus Juda am Rockzipfel festhalten werden und bitten: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott bei euch ist“ - für uns sind diese Tage bereits angebrochen…die Beziehungen zu unseren jüdischen Freunden und die Verbindung zu Israel sind zu einer der wertvollsten Konstanten, einer Bereicherung und einer Quelle des Lernens in  unserem Leben geworden.

Davidstern grün
ELAL

„Bruchim haba'im le’Israel - Willkommen in Israel” klang die Stimme des Piloten aus den Lautsprechern und das Flugzeug rollte langsam zur finalen Position. Wir sahen neugierig aus dem Fenster. Was würden wir in diesem Land, über das so viel Widersprüchliches berichtet wird und dass es vor 100 Jahren noch nicht gab, vorfinden? Ich wusste damals nicht, vor welcher lebensverändernden Erfahrung ich stand!

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