top of page
Davidstern grün
Israel Herz

Als nach dem 7. Oktober so viele von der Gaza Grenze evakuiert werden mussten, sind wir Privatpersonen beigestanden, die temporär andere aufgenommen haben.


"Ihr seid wunderbare Freunde für uns und ganz Israel! Nochmals vielen Dank für Eure Unterstützung und Eure Großzügigkeit“.

In den ersten Monaten des Krieges als 300. 000 Reservisten eingezogen, für die es nicht genug Equipment gab, haben wir „Israel Today“ geholfen, Schutzausrüstung für die Soldaten der IDF zu besorgen.


https://www.israelheute.com/erfahren/das-verdanken-wir-euch-toda-raba/
https://www.israelheute.com/erfahren/idf-soldaten-senden-gruesse-und-sagen-danke/


"Danke, Brigitte & Harald. Eure Entschlossenheit und Euer Engagement, Israel beizustehen, ist so wichtig. Ich verspreche Euch, dass wir diese Unterstützung so effizient wie möglich einsetzen werden. Vielen Dank noch einmal für all das, was Ihr jeden Tag tut".

Anat & Aviel

Schutzausrüstung für Reservisten

Soldaten IDF

Aufbau einer neuen Existenz

Avishay

Avishay wurde mit seiner Frau und seinen beiden kleinen Kinder aus dem zerstörten Kibbuz Kfar Azza evakuiert. Sein Haus ist von Kugeln durchsiebt. Wahrscheinlich wird er nie wieder dahin zurück kehren. Wir waren ihm bei dem Aufbau einer neuer Existenz behilflich.

 

Mehr über seine Geschichte in dem Artikel: Verwundetes Israel – Das Erbe Teil 1


"Ich danke Euch sehr für das, was Ihr tut. Es ist immer noch schwer für mich. Vielen Dank für Euer Verständnis, Eure einfühlsamen Worte und Eure Unterstützung".

Avishay

Beistand für evakuierte werdende Mütter

Wir stehen Be’ad Chaim unter der Leitung von Sandy Shoshany zur Seite. Sie kümmern sich um evakuierte werdende Mütter, die in dieser Zeit ohne ein Zuhause Kinder zur Welt bringen.


Mehr darüber in dem Artikel: Verwundetes Israel – Das Spannungsfeld Teil 2


"Liebe Brigitte und Harald, ich bin euch sehr dankbar für eure Hilfe und eure Partnerschaft mit uns. In einer Zeit, in der so viele Menschen auf der ganzen Welt Israel verurteilen, ohne die Situation hier überhaupt zu verstehen oder sich darüber zu informieren, ist es ein Geschenk zu wissen, dass ihr zu uns steht und uns unterstützt. Danke, dass ihr euch kümmern! Möget ihr gesegnet sein, wenn ihr das Privileg erlebt, die evakuierten schwangeren und frischgebackenen Mütter in Israel zu lieben. Zu lieben ist ein Privileg.  Nochmals vielen Dank für eure Großzügigkeit und Fürsorge. Möge der Gott der Barmherzigkeit vor euch gehen und euren Weg leiten, Sandy".

Yulia, ist 28 Jahre alt. Sie lebte mit ihrem Mann in Sderot, aber als der Krieg ausbrach, wurden sie evakuiert. Als sie jedoch erfuhr, dass sie Zwillinge erwartete, war sie verängstigt und verwirrt über all die Ereignisse im Land. Durch eine Sozialarbeiterin wurde sie ermutigt, Kontakt zu Be'ad Chaim aufzunehmen. Am 22. Januar setzten bei Yulia die Wehen ein und sie brachte einen Jungen und ein Mädchen zur Welt. Der kleine Junge wog 1.550 Kilo und das Mädchen 1.460 Kilo. Das kleine Mädchen heißt Shai-Li, was so viel bedeutet wie „mein Geschenk“, und genau das ist sie auch! Der Name des kleinen Jungen ist Elrom, was so viel bedeutet wie 'Gott ist groß'. Wir werden sie mit allen Möbeln ausstatten, die sie für die Babys brauchen, wenn sie in ihre Wohnung zurückkehren. Sie erhalten zwei Babybetten mit Laken und Stoßdämpfern, einen Doppelkinderwagen und eine Badewanne. Jeden Monat werden wir ihnen einen Gutschein für Windeln, Babynahrung, Feuchttücher und andere Babyartikel schicken. Sie sind wirklich sehr dankbar für all die Unterstützung, die wir ihnen zukommen lassen, und wissen es sehr zu schätzen.

*Rachel und das kleine Mädchen Elian*

*Yulia und die Zwillinge Elrom und Shai-Li*

Übergangsheim für Evakuierte

In einer Kriegssituation müssen nicht nur die Soldaten tapfer sein. Seit dem 8. Oktober haben die von der Hisbollah geführten Kräfte fast täglich israelische Ortschaften und Militärposten entlang der Nordgrenze angegriffen. Achtzigtausend Einwohner wurden aus den Gemeinden, die bis zu 10 Kilometer südlich der libanesischen Grenze liegen, evakuiert und in Hotels, Kibbuz-Gästequartieren und anderen provisorischen Unterkünften untergebracht. Miriam, dreiunddreißig Jahre alt und geschieden, wurde mit ihrer sechsjährigen Tochter aus der Stadt Shlomi (9.000 Einwohner) evakuiert, die an der Nordgrenze Israels zum Libanon liegt. Miriam befand sich im letzten Drittel ihrer Schwangerschaft, als der Krieg ausbrach. Sie und ihre Tochter wurden in einem Hotel in Haifa untergebracht. Sie war sehr besorgt darüber, wie sie mit einem neuen Baby zurechtkommen würde, und war unsicher, was die Zukunft anging. Es war schwer, in einem Hotel zu leben, ohne ihre persönlichen Sachen und weit weg von ihren Freunden und ihrer Gemeinde. Als ihr Vater sah, dass sie nicht alles hatte, was sie für ihr neues Baby brauchte, rief er uns an und bat um Hilfe. Im Rahmen unseres Projekts Operation Moses erhielt Miriam einen Kinderwagen, ein Kinderbett, eine Babywanne und Kleidung für die ersten Monate. Außerdem wurden ihr monatliche Gutscheine für das erste Jahr versprochen, um die Kosten für Windeln, Babynahrung, Feuchttücher und andere wichtige Dinge zu decken. Wir schließen uns ihnen im Gebet um Frieden an der Nordgrenze an, damit sie und die anderen Evakuierten sicher nach Hause zurückkehren können.

Aufnahme von Waisenkindern und Kampf um die Rückkehr der Geiseln

Im siebten Monat schwanger zu sein und in Ashdod unter Raketenbeschuss zu leben, war für Rachel und ihre Kinder schrecklich. Der Krieg verstärkte ihre Ängste noch. Ihre liebevolle Betreuerin Yael gab ihr die dringend benötigte Liebe und Beruhigung. In das wunderschöne Gesicht ihrer neuen Tochter Elian blickend, schrieb Rachel:

"Danke, dass du mich gesehen und meine verzweifelte Situation verstanden hast. Ich fühlte mich so hoffnungslos, und du hast mir geholfen. Ich habe keine Worte, um euch genug zu danken".

Rachel

Durch den Angriff der Hamas vertrieben

Baby
Kerem Shalom

Rony und Ofer, die während des Angriffs der Hamas, Schwerverwundete unter dem Kugelhagel der Terroristen versorgt und gerettet haben, sind seit dem 7. Oktober aus ihrem Kibbutz Kerem Shalom evakuiert. Bis heute schlagen hier noch Raketen der Hamas ein. An Rückkehr ist vorläufig nicht zu denken. Wir greifen ihnen in dieser schweren Zeit unter die Arme.


Ihre Erlebnisse sind im Artikel: Verwundetes Israel – Das Erbe Teil 2 geschildert.


"Liebe Brigitte und Harald, wir möchten uns bei Euch für Euren Beitrag und Eure Unterstützung in dieser schwierigen Zeit bedanken. Es war uns ein Vergnügen, Euch zu treffen. Shabbat Shalom, und nochmals vielen Dank."

Rony & Ofer

Smadar & Shlomo kümmern sich um die 4 verwaisten Kinder von Smadars Bruders (zusätzlich zu ihren eigenen drei). Beide Eltern, Avner und Maya, wurden beim Massaker in Nir Oz am 7. Oktober ermordet. Maya wurde außerdem nach Gaza entführt und sie kämpfen noch immer, um wenigstens ihre Überreste zurück zu bekommen. Wir stehen ihnen bei.


Mehr über das Schicksal der Familie im Artikel: Bring Maya Home Now!


"Wir möchten Euch wirklich für Eure Unterstützung danken. Wir brauchen sie. Die Betreuung der Kinder von Maya und Avner hilft uns, nicht in der Trauer zu versinken. Wir halten durch, indem wir uns an den Befreiungsaktionen beteiligen. In der letzten Woche habe ich in unserem Parlament darüber gesprochen, dass wir ihre volle Unterstützung brauchen, um unsere Familien zurückzubringen..."

Smadar & Shlomo

WO EURE UNTERSTÜTZUNG GEHOLFEN HAT &
FEEDBACK VON DEN BESCHENKTEN

Bezalel

*Miriam und der kleine Junge Aviel*

Psychologische Versorgung für traumatisierte Soldaten und Geiseln

Wir fördern ein Projekt, dass Soldaten psychologisch versorgt, die durch das, was sie vorfanden, als sie das Massaker vom 7. Oktober beendeten und die verstümmelten, verbrannten Leichen bargen, traumatisiert sind. Ein Indiz, wie furchtbar diese Eindrücke waren, sind die 50 Menschen, die bei dem Massaker beim Nova Festival dabei waren, und danach Selbstmord begangen haben, weil sie mit den Erinnerungen nicht leben konnten.


https://www.israelheute.com/erfahren/posttraumatische-belastungsstoerungen-bei-geiseln/
https://www.israelheute.com/erfahren/7-jahre-nach-dem-gaza-konflikt-idf-veteran-mit-post-trauma-begeht-selbstmord/

Einsame Soldaten

Evakuierte Familien

Ralph wohnte auch im Kibbutz Kfar Azza. Bis heute sind er und seine ganze Familie mit Kindern und Kindeskindern evakuiert. Seine Frau ist außerdem schwer krank. Wir sind froh, etwas zur Erleichterung der Situation beitragen zu können.


Im Artikel Verwundetes Israel – Das Erbe Teil 1 lernt man ihn kennen.


„Ich danke Euch für Eure wertvolle Arbeit. Es war eine Ehre für mich, Euch kennen zu lernen.“

Ralf

Kfar Azza

Verluste im Krieg – Not in Jerusalem

Moshe wohnt in Jerusalem und kennt viele Familien, die durch den Krieg in Not geraten sind. Er unterstützt verschiedene Projekte vor Ort mit unseren Hilfen.


Mehr Informationen über ihn im Artikel Verwundetes Israel- Das Spannungsfeld Teil 1 und Jerusalem Reiseinspirationen Shorashim Shop.

 

"Danke für eure Hilfe und euren Segen. Möge es viel beeinflussen. Vielen Dank für eure großzügige Unterstützung - wir haben sie in mehrere neue Projekte investiert".

Moshe

Moshe in Jerusalem

Organisation von Israel Events in Deutschland

Das Ziel unserer Events ist, Israel den Menschen in Deutschland näher zu bringen und begreiflicher zu machen. Wir erklären historische Hintergründe, beleuchten Parallelen zum Zeitgeschehen und zeigen nachahmenswerte Beispiele aus der Geschichte.

 

Bei unseren Events übermitteln wir außerdem aktuelle Nachrichten, persönliche Eindrücke und Bildmaterial aus erster Hand, um über den Alltag in Israel zu informieren.
Unter Israel-Events gibt es einen Einblick dazu.


So können Menschen konkreter und gezielter beten und sich praktisch an der Hilfe für Israel beteiligen.

Israel Event Holzgerlingen

Bei ARC to Israel wird sämtliche Arbeit im Ehrenamt und in der Freizeit geleistet.

Darüber hinaus setzen wir wo immer möglich eigene Ressourcen ein.

So stellen wir sicher, dass der Verein seinen Zweck: einen Bogen zum Volk Israel aufzubauen und Israel zu unterstützen zu 100% erfüllen kann, ohne dabei zusätzliche Kosten zu verursachen.

Die oben aufgeführten Projekte sind exemplarisch und nicht vollzählig.
Solange sich die Situation nicht verbessert, werden wir diese Familien und Projekte weiter begleiten. Darüber hinaus suchen wir mit offenem Herzen auch nach weiteren Möglichkeiten, Menschen in Israel während dieser schweren Zeit zu helfen.

Danke, dass Sie uns dabei unterstützen.

PROJEKTE

Wie wir das Wunder Israel erlebt haben

von Brigitte B. Nussbächer

Wir haben in Israel mit eigenen Augen wahrgenommen, wie Gott zu seinem Volk steht. Wir haben anhand von Fakten und Tatsachen gesehen, wie die Aussagen der Bibel Realität werden und wir haben überall im heutigen Israel Gottes in Erfüllung gehende Verheißungen erlebt.​

Vorausgegangen war eine eher mühsame Entscheidungsfindung. Israel einmal zu besuchen gehörte zur „Allgemeinbildung“ von Christen. Trotzdem hatte es mich nicht hingezogen und die Berichte derer, die von Reisen aus Israel zurück kehrten, hatten wenig dazu beigetragen, es zu ändern. Wenn sie von den sogenannten „Heiligen“ Stätten berichteten, fragte ich mich immer, was es mir denn bringen würde, diese Ruinen oder Gedenkkirchen anzusehen. Viel mehr interessierte mich, was Gott heute in der Gegenwart erlebbar machte.

Letztlich war es dann tatsächlich auch ein anderer Gedanke, der den Anstoß zu dem Besuch gab. 2018 feierten mehrere nach dem 2. Weltkrieg gegründete Staaten ihr 70. Jubiläum – darunter auch Israel. Nachdem wir Dokumentarfilme über Indien und Pakistan zu dem Thema gesehen hatten, fragte ich mich, wie wohl Israel diese 70 Jahre genutzt hatte. Im Vergleich zu den anderen Staaten musste es ungleich schwerer gewesen sein, aus dem Nichts etwas aufzubauen.  Noch 1867 hatte Marc Twain das Land als desolat, eine stille, traurige Weite ohne Mensch, Baum und Strauch bezeichnet. Was war daraus geworden?

Und so begaben wir uns auf eine geschichtliche Studienreise, was sich im Nachhinein als Volltreffer erwies. Nie hätten wir in einem Individualurlaub so viel erfahren und kennen gelernt.

Noch während wir vom Flughafen Ben Gurion nach Tel Aviv fahren, hören wir die Entstehungsgechichte dieser Stadt, von der Parzellverlosung an ein paar Dutzend Familien nördlich der jahrtausende alten Hafenstadt Jaffa im April 1909. Diese wollten auf den Sanddünen, die der niederländische Bankier Jacobus Kann gekauft hatte, die erste jüdische Stadt der Moderne bauen. Und dann fahren wir auch schon an den ersten Hochhäusern vorbei und nach Tel Aviv hinein, welches heute (rund 100 Jahre später) die modernste und weltoffenste Metropole des gesamten Nahen Ostens ist.


Im sehr originell und lebendig gestalteten Palmach Museum in Tel Aviv erfahren wir von dem beeindruckenden Kampf des jüdischen Volkes für seine Unabhängigkeit. Und von der Vorgeschichte: als die UN 1947 beschloss, das ehemalige britische Mandat in 2 Länder aufzuteilen: ein jüdisches und einen arabisches. Von dem Protest der Araber und von dem Druck, der auf die Juden ausgeübt wurde, diese Chance nicht zu nutzen. Von der Proklamation des jüdischen Staates durch David Ben Gurion am 14. Mai 1948 und von dem Angriff der 5 arabischen Länder Ägypten, Syrien, Jordanien, Irak & Libanon um Mitternacht am gleichen Tag.

Man muss sich die damalige Situation vergegenwärtigen. Ca. 650.000 Juden, viele von ihnen Holocaustüberlebende, die gerade erst das Grauen hinter sich gelassen hatten, versuchten Israel, welches als neugegründeter Staat keine Armee besaß, mit Gewehren, Maschinenpistolen und Granatwerfern gegen eine Mehrheit von 160 Millionen Arabern (ausgerüstet mit Panzern, Artillerie, Schützenpanzerwagen, Flugzeugen und Kriegsschiffen) zu verteidigen. Ein Verhältnis von 1 : 246!  Dabei wird einem die menschliche Ausweglosigkeit bewusst und dass das Überleben Israels ein Wunder ist.  Mit Tränen in den Augen verlasse ich das Museum. Jetzt verstehen wir, welch hohen Preis das jüdische Volk (nach der Auslöschung der 6 Millionen durch den Holocaust)  im Unabhängigkeitskrieg für seine Existenz bezahlt hat.

Umso mehr staunen wir über die Lebensfreude und Energie, die heute auf den Strassen Tel Avivs spürbar ist und die wir bei den Menschen, denen wir begegnen, erleben. Wir sehen die Fähigkeit dieses Volkes schnell aus dem Nichts etwas aufzubauen (sie haben weltweit die 2 höchste Anzahl von Start Ups), ihre Genialität Lösungen für scheinbar Unlösbares zu finden, wie zum Beispiel mit Wasserentsalzungsanlagen am Mittelmeer den Wassermangel zu beheben und durch computergesteuerte Tröpfchenbewässerung Plantagen in der Wüste anzubauen. Wir sind überrascht, dass Israel die zweithöchste Akademikerquote und die dritthöchste Patentquote der Welt hat und bewundern, dass 23% aller Nobelpreisträger aus diesem kleinen Volk, dass nur 0,2 % der Weltbevölkerung ausmacht, stammen.

Wir erleben ihre Kreativität sowie ihren Sinn für Kunst und Schönheit. Israel hat gemessen an der Anzahl der Einwohner die meisten Museen und Orchester per capita und liegt auf Platz 2, was die Anzahl der verlegten Bücher anbelangt. Wer hier ein Konzert besucht, wird einem sehr hohen künstlerischen Niveau und großer Begeisterung des Publikums begegnen.

Wir streifen durch Städte, Orte, Landschaften und sind beeindruckt: unglaublich was hier in nur 70 Jahren geschaffen wurde. Dort wo sich früher Sümpfe, Sanddünen und wüstes Land befanden, haben Pioniergeist, Innovation und Durchhaltevermögen überall blühendes Leben entstehen lassen. Israel ist das einzige Land, in dem die Wüste rückläufig ist, Millionen Bäume wurden gepflanzt und entlang der Autobahn blüht tropfenbewässerter Oleander. Aus dem armen Agrarstaat ist ein Land mit führender Technologie und einer starken Währung entstanden. Israel gehört heute zu den 10 einflussreichsten Ländern der Welt und liegt auch im Happiness Ranking vorne. (Siehe Grafik unten)

Je mehr Israelis wir persönlich kennen lernen, desto mehr schätzen wir ihre konstruktive Einstellung, ihre Dynamik und ihren Mut – trotz ihres bis heute andauernden Ringens um ihr Recht auf Existenz.

Wir hören von den Kämpfen im 6 Tage Krieg 1967, von der Befreiung der Altstadt Jerusalems und wie die Juden wieder Zugang zu ihrer heute heiligsten Stätte, der Westmauer, erlangten.

Und von dem „Tal der Tränen“, so benannt nach der anfänglich auswegslosen Situation im Jom Kippur Krieg 1973, als die syrische Armee mit über 1.000 Panzern im Norden Israels einbrach und von weniger als 200 Panzern auf israelischer Seite aufgehalten wurde.

Wir sehen den Wiederaufbau nach wiederholter Zerstörung, sei es nun die Hurva Synagoge in Jerusalem oder die Siedlungen in Gush Etzion.

 

Und wir nehmen wahr, dass selbst die häufigen Terroranschläge in dieser Gegend den Menschen weder die Lebensfreude noch den Lebensmut rauben können, auch wenn sie schmerzliche Verluste zu beklagen haben.

Wir erleben die „Wächter Israels“, die jungen Soldaten und Soldatinnen auf den Straßen, die für Sicherheit sorgen und lauschen den Zeugnissen von sogenannten „einsamen“ Soldaten, die freiwillig ihr Heimatland, Verwandte, Freunde und ein angenehmes Leben verlassen, um in der IDF (Israels Defence Forces) zu dienen. Tatsächlich spielt die IDF auch eine wichtige Rolle bei der Integration und der Schaffung eines gemeinsamen Nenners in der israelischen Gesellschaft.

Denn die Bevölkerungsvielfalt ist erstaunlich. Die Holocaust Überlebenden von überall aus Europa, die ca. 700.000 Juden, die nach Israels Gründung aus den umliegenden arabischen Ländern vertrieben wurden, die Einwanderung aus Afrika und die großen Aliyah-Wellen aus der ehemaligen Sowjetunion haben alle dazu beigetragen. Die Bevölkerungszahl Israels hat sich in den letzten 75 Jahren ver-14-facht (im Vergleich dazu hat sich die Weltbevölkerung in den letzten 50 Jahren „nur“verdoppelt).

Am liebsten hören wir jedoch die Geschichten von jenen, die freiwillig nach Israel kamen, weil sie es als ihre Aufgaben betrachten, dieses Land aufzubauen und sich mit großer Energie dafür einsetzen.

Was uns aber am allermeisten beeindruckt – und tatsächlich auch überrascht hat - ist die intensive, innige und lebendige Beziehung, die viele Juden zu Gott haben. Da uns in den säkularen, kirchlichen und freikirchlichen Kreisen, aus denen wir stammen, die Rolle und Bedeutung von Israel und dem Judentum nicht vermittelt worden war, weder als geistliche Wurzel noch für die Zukunft, waren wir implizit davon ausgegangen, dass so eine Beziehung zu Gott nur bei Christen möglich sei. Jetzt sahen wir mit eigenen Augen wie falsch diese Annahme war.

Heute weiss ich, dank dem erschütterndem Buch „Holocaust“ von Susanna Kokkonen, dass der christliche Glaube bewusst vom Judentum differenziert wurde, seit Kaiser Konstantin der Große die Anerkennung des Christentums als rechtmässige Religion einführte, sich aus politischen Gründen zum Oberhaupt der Kirche ernannte und das erste Konzil im Jahre 325 einberief. Er erklärte, dass die Juden für den Tod Jesu verantwortlich wären, also betrachtete man sie als „Gottesmöder“; verdammt und der Gnade Gottes und der Menschen unwürdig. Eine weitere Lehre dieser Zeit, die „Ersatztheologie“ besagt, dass Israel seine Rolle in Gottes Plänen verspielt hätte und die Christen nun das neue Israel seien. Die Kirchenväter vor und nach diesem ersten Konzil verleugneten den ewigen Bund zwischen Gott und den Juden systematisch, beziehungsweise glaubten, dass Gott diesen Bund aufgehoben hätte.

Der Einfluss dieser Lehren die seit über 1700 Jahren im Umlauf sind, ist erschreckend tiefgreifend. Im Grunde wurde hier schon die Legitimation für Judenhass und Judenverfolgung geschaffen, für Verleugnung und Ignoranz. Hier liegt der idelogische Ursprung von Inquisition, Progromen, Kreuzzügen und Holocaust.

Eine Konsequenz daraus war, das einerseits bei Übersetzungen versucht wurde, die Hinweise auf das Judentum auszulassen und andererseits bei vielen christlichen Themen der jüdische Ursprung nicht erwähnt wurde. Beispiele dafür sind christliche Feste, die alle ihr Äquivalent in den jüdischen biblischen Festen haben (z.B. Passah-Ostern, Schavuot-Pfingsten, Weihnachten-Chanukka) oder auch andere Bräuche: so zum Beispiel ist die jüdische Bar Mitzwa, bei der junge Erwachsene in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen werden, das Vorbild für Kommunion/Konfirmation/Jugendweihe - um nur ein paar Beispiele zu nennen.

Das gleiche spiegelt sich auch in der Kunst. Wer z. B. durch die Uffizien von Florenz streift, (eines der berühmtesten Kunstmuseen der Welt mit Werken der Malerie und Bildhauerei von der Antike bis zum Spätbarock), stellt fest, dass es aus dem Alten Testament Bilder von Adam und Eva gibt. Das nächste große Thema ist die Ankündigung von Jesu Geburt. Alles was dazwischen liegt, ist ausgeblendet.

So sind sich viele bis heute des jüdischen Erbes nicht bewusst. Derek Prince, ein Bibellehrer unserer Zeit (und die, die mich schon lange kennen, wissen, dass ich jahrelang für Derek Prince Ministries gearbeitet habe), fasste es einmal so zusammen: Wir stehen tief in der Schuld des jüdischen Volkes.
Ohne dieses hätte die Gemeinde keine Patriarchen, keine Propheten, keine Apostel , keine Bibel und keinen Erlöser. Wenn uns all das fehlen würde, was gäbe es dann noch, was uns das Heil bringen könnte? Alle Nationen der Erde verdanken das Wertvollste an ihrem geistlichen Erbe den Juden.

Aber obwohl wir Derek Prince persönlich begegnet waren und viel von unserem Israel-Bild von seinen Worten geprägt war, mussten wir feststellen, dass auch wir Gefangene des Denkens der Kirchenväter waren. Auch wir hatten gedacht, dass die Juden verloren sein mussten, da man ja nur durch Jesus zum Vater kommen könne und übersahen dabei geflissentlich, dass Paulus in Römer 11 eindeutig sagt, dass Gott sein Volk nicht verstossen hat (Vers 1), dass er seine Gaben nicht zurück fordert und die Zusage seiner Erwählung nicht widerruft (Vers 29).

Und jetzt waren wir in Jerusalem und begegneten dem jüdischen Volk Israel erstmalig in seinem eigenen Land.

Was für uns ganz eindeutig wurde, war, dass die Gründung und das Überleben dieses Staates, seine schnellen Fortschritte und Errungenschaften, der Lebensmut und die Kraft, die man in so vielen Menschen in Israel beobachten kann, rational und menschlich nicht zu erklären sind, sondern auf eine besondere Energiequelle und Kraft zurück führen. Hier in Israel war Gott überall im Alltag erlebbar.

Seit über 2000 Jahren spricht die Bibel von einem lebendigen Gott, der Israel als sein Volk auserwählte und der verhieß, dies Volk nach seiner Zerstreuung wieder in das Land seiner Vorfahren zurück zu bringen und es besonders auszustatten. Dies jedoch auf einmal mit unseren eigenen Sinnen zu sehen, zu beobachten, veränderte uns.

Als wir am Ufer vom See Genezareth sassen, kam mir der Gedanke, dass Juden vorgeworfen wurde, Jesus nicht erkannt zu haben – obwohl doch das, was um ihn herum geschah, offensichtlich und eindeutig war … Und dass heute viele Christen das, was Gott in und mit Israel tut, nicht erkennen – obwohl es ebenso offensichtlich und eindeutig ist.

Wir begannen die Bibel mit anderen Augen zu lesen. Was wir bis dahin überlesen hatten, stach jetzt deutlich hervor.

Wenn man sich vergegenwärtig, dass Jesus in Matthäus 5,17 selber gesagt hat „Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern zu erfüllen“, dann kann man die Bedeutung von Israel und Jerusalem schwer überlesen.

Denn auf dem Berge Zion und zu Jerusalem wird Errettung sein – steht in Joel 3,5

Und Sacharjia weissagt in Kapitel 8, 22: Menschen aus großen und mächtigen Völkern werden nach Jerusalem kommen, um den HERRN, den Allmächtigen, zu suchen und den HERRN gnädig zu stimmen.

Jesaja prophezeit in Kapitel 60, 2-3: Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel die Völker; aber über dir (Zion) geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint über dir. Und die Völker werden zu deinem Lichte ziehen und die Könige zum Glanz, der über dir aufgeht.

Wir haben in Israel mit eigenen Augen wahrgenommen, wie Gott zu seinem Volk steht. Wir haben anhand von Fakten und Tatsachen gesehen, wie die Aussagen der Bibel Realität werden und wir haben überall im heutigen Israel Gottes in Erfüllung gehende Verheißungen erlebt.

 

Die Bibel spricht in Sacharja 8,23 davon, dass „in jenen Tagen zehn Menschen aus Völkern mit lauter verschiedenen Sprachen einen Mann aus Juda am Rockzipfel festhalten werden und bitten: Wir wollen mit euch gehen, denn wir haben gehört, dass Gott bei euch ist“ - für uns sind diese Tage bereits angebrochen…die Beziehungen zu unseren jüdischen Freunden und die Verbindung zu Israel sind zu einer der wertvollsten Konstanten, einer Bereicherung und einer Quelle des Lernens in  unserem Leben geworden.

Davidstern grün
ELAL

„Bruchim haba'im le’Israel - Willkommen in Israel” klang die Stimme des Piloten aus den Lautsprechern und das Flugzeug rollte langsam zur finalen Position. Wir sahen neugierig aus dem Fenster. Was würden wir in diesem Land, über das so viel Widersprüchliches berichtet wird und dass es vor 100 Jahren noch nicht gab, vorfinden? Ich wusste damals nicht, vor welcher lebensverändernden Erfahrung ich stand!

bottom of page