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Wettlauf gegen die Zeit

Die unglaubliche Entstehungsgeschichte des Buches „Israels Zerreißprobe“

von Brigitte Chaya Nussbächer

Was als gewöhnlicher Buchauftrag beginnt, entwickelt sich zu einer atemlosen Reise voller Hindernisse, überraschender Fügungen sowie emotionaler Höhen und Tiefen. In „Wettlauf gegen die Zeit“ erzählt Brigitte Chaya Nussbächer die außergewöhnliche Entstehungsgeschichte ihres Buches „Israels Zerreißprobe“. Während Deadlines wanken und scheinbar unüberwindbare Hürden auftauchen, wird immer deutlicher: Dieses Buch folgt keinem gewöhnlichen Plan – und am Ende entsteht etwas, das größer ist als alle Erwartungen.

Eine wahre Geschichte darüber, wie ein Wunder Gestalt annimmt.

Als ich im April 2025 den Auftrag erhalten habe, ein Buch über Israel zu schreiben, ist ein Erscheinungstermin im Herbstprogramm 2026 geplant. Tatsächlich kann ich erst Mitte Mai mit dem Schreiben beginnen, da ich zuvor noch die Berichte über unseren Israel Einsatz im April 2025 fertig stelle. Dann aber beginnt wohl eine der produktivsten Phasen meines Lebens. Es ist, als ob das Buch sich selbst schreiben würde und ich komme kaum hinterher, die Inhalte in Buchstaben festzuhalten. Ich investiere jede Woche 1-2 Urlaubstage, Abende und Wochenenden. Kapitel um Kapitel nimmt Gestalt an, ich jongliere mit den drei Ebenen: dem aktuellen Zeitgeschehen, den historischen Hintergründen und den persönlichen Lebensgeschichten. Ende Juni kontaktiere ich meine Projektleiterin und schlage einen früheren Erscheinungstermin vor, da jetzt schon klar ist, dass ich bereits Ende Juli zum Abschluss kommen werde. Die erste Reaktion ist eine Absage: die Veröffentlichungstermine der nächsten Erscheinungen sind alle schon festgelegt, es gibt keine freien Kapazitäten, um einen weiteren Titel hinzuzunehmen. Doch dann gibt eine andere Autorin Bescheid, dass sie ihr Manuskript nicht wie geplant abliefern kann – und in diese Lücke im Frühjahrsprogramm 2026 darf mein Buch schlüpfen. Ohne dass ich davon Kenntnis habe, wird außerdem der Erscheinungstermin eines anderen, zeitlosen Israel-Buches zugunsten dieses brandaktuellen Themas vom Verlag nach hinten verschoben. Der neue Erscheinungstermin lautet März 2026.


Während ich ursprünglich davon ausging, dass das Schreiben selbst der intensivste Arbeitsteil sein würde, werde ich jetzt eines Besseren belehrt. Denn bislang war ich nur auf mich allein gestellt, jetzt beginnen die Interaktionen mit anderen, unterschiedliche Zeitpläne und konkurrierende Prioritäten stoßen aufeinander. Das zeigt sich schon bei der Lektorats Phase, für die eigentlich 8 Wochen festgelegt sind – von denen 5 durch den Urlaub der Lektorin und durch meinen eigenen wegfallen. Ich werde immer dankbar dafür sein, dass wir es tatsächlich geschafft haben, das gesamte Pensum innerhalb von drei kurzen Wochen in einem unglaublichen Sprint zu bewältigen.


Parallel dazu beginnt die Arbeit am Titel und am Cover. Nach einigen Iterationen gelingt es uns, eine Lösung zu finden, mit der wir alle glücklich sind. Für diesen Teil habe ich auch unsere Freunde aus Israel involviert, weil es mir extrem wichtig ist, dass sie sich mit diesem Buch, das ihre Geschichten enthält, identifizieren können.

Jetzt kommt ein kühner Gedanke auf. Wir haben schon lange geplant, Ende Januar ein Israel-Event zum Holocaust Gedenktag zu veranstalten. Wäre es nicht wunderbar, wenn das Buch statt im März bereits im Januar erscheinen könnte und wir die Buchpremiere mit dem Event verbinden könnten? Auf diese Anfrage und Bitte bekomme ich jedoch keine verbindliche Antwort vom Verlag.


Die Härteprobe wird schließlich die Satzphase, während der der fertig lektorierte und korrigierte Text in professionelles druckfähiges Layout verwandelt wird. Zunächst bleibt mein Buch unbearbeitet, weil davor andere Prozesse abgeschlossen werden. Und als ich es dann in der zweiten Oktoberhälfte von der Setzerin zurückbekomme, haben sich insgesamt über 800 neue Fehler in den korrekt gelieferten Text eingeschlichen, die erst in mehreren Runden zäher und zermürbender Arbeit nach und nach ausgemerzt werden können, die letzten im November.


Während dieser Zeit haben die Vorbereitungen für das Israel-Event längst begonnen und wir wissen immer noch nicht, ob „Israels Zerreißprobe“ zu dem Termin verfügbar sein wird, was die Werbemaßnahmen unglaublich erschwert. Wir entscheiden uns, das Buch zusammen mit dem Event anzukündigen, aber ohne konkreten Erscheinungstermin.


Anfang November findet in Berlin auch eine Konferenz vom Christlichen Forum für Israel unter der Leitung von Harald Eckert statt. Weil er meine Artikel, die auch auf ihrer Website veröffentlicht werden, kennt und schätzt, bietet er freundlicherweise an, Flyer für mein Buch den Willkommenspaketen der Teilnehmer beizulegen. In einer Nacht- und Nebelaktion sorgen wir dafür, dass diese Flyer pünktlich in der Hauptstadt ankommen. Ende November bietet sich eine zweite Gelegenheit auf einer anderen Israelkonferenz der ICEJ in Nürtigen Flyer für das Buch auszulegen – aber immer noch kennen wir den genauen Erscheinungstermin nicht.


Langsam fangen meine Nerven an, verrückt zu spielen. Ich habe von Büchern gehört, die falsch aus der Druckerei zurückkamen: Seiten fehlten, waren falsch eingesetzt, der Buchrücken passte nicht zum Buch und anderes. Was, wenn das auch bei meinem Buch so läuft?


Doch am 10. Dezember bekomme ich einen Anruf: das fertige Buch ist angeliefert worden. Am Abend rase ich zum Verlagshaus. Und da stehen die Paletten mit 3.000 Exemplaren. Während der ersten Stunde suche ich nur nach potentiellen Fehlern und bin überglücklich keine zu finden. Dann erst bricht sich die Freude Bahn. 

Buch-Kontrolle

10. Dezember: der Tag, an dem das Buch ankam. Foto privat

„Man muss die Dinge tun, damit sie passieren“ und „Du bist so groß, wie die Träume, die du wagst zu leben“. Vor mir liegt ein zur Realität gewordener Traum. Das Buch darf zwar nicht im laufenden Weihnachtsgeschäft verkauft werden, weil es erst für 2026 angekündigt wurde, aber jetzt wissen wir endlich, dass wir es beim Israel-Event vorstellen werden – und wir können jetzt privat beginnen, darauf hinzuweisen und es zu Chanukka unseren jüdischen Freunden schenken.


In der Nacht zieht schließlich die ganze Entstehungsgeschichte vor meinen inneren Augen vorbei; der Hürdenlauf mit vielen scheinbaren Unmöglichkeiten und mir wird klar, dass ich dieses glückliche Ende trotz aller Widrigkeiten nur meinem himmlischen Vater verdanke. Es war keine perfekte Planung und Koordination, Professionalität oder Genialität, die zu diesem Ergebnis geführt hat. Er selbst hat immer wieder den Weg frei gemacht und Hindernisse beiseite geräumt – und auch dafür gesorgt, dass dies offensichtlich wird. 


Da der Veröffentlichungstermin bis zum Schluss unsicher war, steht in der Verlagsvorschau Ende Februar als Erscheinungsdatum und auch die Marketingmaßnahmen des Verlages sind erst für später angesetzt.

Buch kommissionieren

Das Buch „Israels Zerreißprobe“...

Dennoch verlässt mein Buch bereits in den ersten Januartagen 2026 die Lagerhallen und macht sich auf die Reise zu den Lesern. Es möchte mitnehmen zu den Menschen in Israel, dem aktuellen Zeitgeschehen Gesichter geben, den Stimmen des 7. Oktober Raum schenken; zeigen, wie betroffene Familien ihr Leben aus Trümmern neu zusammensetzen und von der von Wundern begleiteten Geschichte dieses besonderen Landes erzählen. 

Büchertisch

Buchpremiere. Foto privat.

Am 28. Januar findet – wie gewünscht und erträumt - im Rahmen des Israel Events „Für die Lebenden“ die Buchpremiere statt. Die Resonanz ist überaus beeindruckend. Jeder zweite Gast nimmt mindestens ein Buch mit. Manche sind sogar mit einer Liste derer gekommen, denen sie das Buch schenken wollen und bitten um signierte Widmungen. Und unglaublich, aber wahr: im ersten Monat nach Erscheinen wird „Israels Zerreißprobe“ das meistverkaufte Buch der gesamten Verlagsgruppe.

Wenn Sie über neue Veröffentlichungen, Projekte, Veranstaltungen oder Reisen von ARC to Israel informiert werden möchten, geben Sie uns bitte eine kurze Rückmeldung via Kontaktformular. Wir würden uns freuen, mit Ihnen verbunden zu bleiben.

Erstveröffentlichung: 14. Mai 2026

Copyright ©  Brigitte Chaya Nussbächer; Abdruck nur nach vorheriger Genehmigung

Chaya liest
Das Buch ist da

Im Lager der SCM-Verlagsgruppe Holzgerlingen. Foto privat

Buch verpacken

... macht sich auf den Weg ...

Das Publikum

Israel-Event Januar 2026. Foto privat.

Chaya liest

... zu den Lesern. Fotos privat.

Signierstunde

Signierstunde. Foto privat.

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